Kulturrat: In neuer Phase der Pandemie Kultur nicht allein lassen

Am Mittwoch, den 16. Februar 2022 werden erneut der Bundeskanzler und die Ministerpräsident*innen der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Dem Vernehmen nach sind dabei auch Lockerungen für den Kulturbereich geplant.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass nun in eine neue Phase eingetreten werden soll und auch Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltungen zusätzliche Öffnungsperspektiven erhalten sollen. Das ist gut und richtig und sollte den Weg in eine Normalität im Kulturbereich bahnen. Bei den Maßnahmen dürfen Kulturveranstalter und Kultureinrichtungen nicht schlechter als der Handel gestellt werden.

Gleichzeitig wird es erforderlich sein, die Öffnung mit unterstützenden Maßnahmen zu begleiten. Fast zwei Jahre Pandemie haben zu massiven Verwerfungen, zu Sorgen und Ängsten und nicht zuletzt auch zu einer Zögerlichkeit bei der Nutzung von Kunst und Kultur geführt.

Der Deutsche Kulturrat fordert daher, dass die Wirtschaftlichkeitshilfe im Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen über den 31. März 2022 bis mindestens 31. Dezember 2022 hinaus verlängert wird. Als im Frühsommer vergangenen Jahres der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen geplant wurde, wurde allgemein davon ausgegangen, dass im Herbst/Winter 2021/22 Kulturveranstaltungen wieder durchgeführt werden können. Die Delta- und die Omikronwelle haben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es ist gut, dass im Rahmen der Ausfallabsicherung des Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen schnell reagiert und der Ausfall von Kulturveranstaltungen zumindest teilweise kompensiert werden konnte. Nun geht es darum, auf die aktuelle Situation zu reagieren, Kulturveranstaltungen zu ermöglichen und mit der Wirtschaftlichkeitshilfe zu unterstützen. Darüber hinaus erinnert der Deutsche Kulturrat an seine Forderung aus dem letzten Jahr, die Öffnung des Kulturbereiches mit einer breiten Kampagne zu flankieren.

Quelle: Deutscher Kulturrat