Der Salon International bietet am Sonntag, 30. August 2026, von 16 bis 17.30 Uhr einen Rundgang über das Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne und durch Jenfeld Au an. Gemeinsam mit Irini Schwab beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit den sichtbaren Spuren der Militär- und Kolonialgeschichte des Ortes.

Auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne ist mit Jenfeld Au ein neuer Stadtteil entstanden. Im neu entstandenen Quartier sind denkmalgeschützte Gebäude und weitere Relikte erhalten geblieben. Dazu gehören ein Reichsadler an einer öffentlich sichtbaren Hausfassade sowie Ehrungen von Kolonialverbrechern an Gebäuden. Ihre historische Einordnung ist vor Ort jedoch häufig nicht sichtbar.
Der Rundgang richtet den Blick auf diese Leerstellen der Erinnerungsarbeit und lädt zum Gespräch über den heutigen Umgang mit dem Gelände ein. Treffpunkt ist an der Wilsonstraße 64–68, gegenüber der Bushaltestelle Köpenickerstraße. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Der Salon International hat für das Projekt „Wie wollen wir erinnern?“ den Stadtteilkulturpreis 2026 bekommen.
Auf: www.tansaniaparkjenfeld.org
Erinnerungskultur vor Ort in den Stadtteilen
Die Hamburger Stadtteilkultur stärkt mit ihren Geschichtswerkstätten und der historischen Auseinandersetzung vor Ort das Geschichtsbewusstsein in den Stadtteilen und arbeitet an einer neuen Erinnerungskultur. Sie fördert dadurch auch die Identifikation der Bewohner*innen mit dem eigenen Stadtteil und beteiligt sie aktiv an der Weiterentwicklung ihres Quartiers.
