Programm des Ratschlags 2021

Zwei Keynotes bilden am 4. November im Großen Saal des Theaterzentrums Wiese eG den Auftakt des Ratschlags, am Nachmittag geht es in zwei Sessions um Stadtteilkultur und die großen Herausforderungen unserer Zeit. Vom 9. bis 11. November vermittelt ein Online-Workshop-Programm Methodenkenntnisse und liefert das Handwerkszeug für einen effektiveren gesellschaftlichen Einfluss.

TAGUNG am Donnerstag, 4. November 2021

in der WIESE eG in Hamburg-Barmbek

Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur 2019
Ratschlag auch wieder offline – wie z.B. 2019 in Eidelstedt, Foto: Miguel Ferraz
13.00Ankommen und MOHLTIED (Imbiss)
14.00MOIN – Einführung & Begrüßung
durch die Moderation und Corinne Eichner, Geschäftsführerin von STADTKULTUR HAMBURG
14.10KEYNOTES
Dr. Carsten Brosda (Behörde für Kultur und Medien Hamburg) über Soziokulturelle Arbeit, Kunst und Politik
Prof. Dr. Birgit Mandel (Universität Hildesheim) über die Transformationskraft der Kultur, Zweckbindung und Kunstfreiheit
15.00TALK – Nachfragen zu den Keynotes
15.30FOFFTEIN (Pause)
16.00SESSION I
Wie können die spezifischen Stärken der Stadtteilkultur für die großen Herausforderungen unserer Zeit eingesetzt werden?
17.15FOFFTEIN
17.45SESSION II
Gemeinsam für die Zukunft: Wie können lokale Kultur und Politik wirkungsvoll an den globalen Herausforderungen arbeiten?
19.00AUSKLANG

HINWEIS: Es ist geplant, die Tagung als 2G-Veranstaltung durchzuführen, d.h. Sie müssen als Teilnehmer*in geimpft – seit mehr als 14 Tagen – oder genesen sein und dies auch dokumentieren können. Wir werden Sie zu dieser Planung weiterhin auf dem Laufenden halten.

ONLINE-PROGRAMM vom 9. bis 11. November 2021

Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur 2020
Und Ratschlag online – wie 2020, © STADTKULTUR HAMBURG

Dienstag, 9. November: WIRKUNG

09.45 – 10.00 Uhr MOIN – Einführung und Begrüßung

Mit Corinne Eichner, Geschäftsführerin von STADTKULTUR HAMBURG

10.00 – 11.00 Uhr: VORTRAG: Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel): Lässt sich die Wirkung von Kultur messen und wenn ja, wie?

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss spricht darüber, ob und wie sich die Wirkung von Kultur messen lässt. Sie ist Direktorin der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel und Professorin für Kulturelle Bildung an der Universität Hildesheim. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen ästhetische und Kulturelle Bildung, Bildungstheorie, frühkindliche Bildung und empirische Methoden kultureller Bildung.
Eine genauere Beschreibung der Session folgt noch.

14.00 – 15.00 Uhr VORTRAG: Jannes Vahl (fair narrative GmbH): Social Campaigning
Jannes Vahl

Wenn wir mehr Wirkung mit unseren Aktivitäten und Projekten entfalten wollen, müssen wir effektvoller kommunizieren. Wie das gelingen kann, zeigt das Social Campaigning. Jannes Vahl erläutert in seinem Online-Vortrag, wie man auch ohne großes Geld soziale Kampagnen für Social Media entwickelt und zeigt an ausgewählten Beispielen, wie Social Campaigning funktioniert und wo sich ansetzen lässt, um die Welt – zumindest ein bisschen – zu retten.
Jannes Vahl ist Geschäftsführer der Agentur fair narrative GmbH, die Kommunikation für Kampagnen und NGOs anbietet z.B. für Fairtrade Projekte in Afrika, Indigene am Amazonas oder Geflüchtete in Griechenland.

15.30 – 17.00 Uhr WORKSHOP: Jaana Rasmussen (Kulturmanagerin und Beraterin): Storytelling für NGOs
Jaana Rasmussen

Storytelling spielt in der Kommunikation von Non Profit Organisationen eine immer größere Rolle: Geschichten fallen auf und wirken direkter und nachhaltiger als Fakten und Sachargumente. Dies gilt umso mehr für Organisationen mit geringen Ressourcen. Storytelling-Expertin Jaana Rasmussen bietet im Online-Workshop einen Überblick über Anwendung und Wirkungsweisen von Geschichten und zeigt an aktuellen Beispielen, wie man Geschichten entwickeln und in der Kommunikation zielgerichtet einsetzen kann, um Informationen besser und spannender zu vermitteln.
Jaana Rasmussen ist Transformationsberaterin und Agile Coach bei Boris Gloger Consulting und langjährige Begleiterin in den Qualifizierungsprogrammen von STADTKULTUR HAMBURG.

Mittwoch, 10. November: HANDS ON

10.00 – 11.00 Uhr PROJEKTVORSTELLUNG: Heike Breitenfeld (KulturEnergieBunkerAltonaProjekt e.V.): KEBAP in Altona

Das KulturEnergieBunkerAltonaProjekt, kurz KEBAP, will im Hochbunker in der Schomburgstraße in Hamburg-Altona Räume für Kultur schaffen und dezentral Energie erzeugen – CO2-arm, dezentral und genossenschaftlich organisiert. Die Energieerzeugung soll dabei die Kultur finanzieren.
Heike Breitenfeld, Vorständin von KEBAP, stellt das ungewöhnliche Projekt auf dem Ratschlag vor, das Kultur, Partizipation im Stadtteil und Klimaschutz von Beginn an zusammen denkt.

11.30 – 12.30 Uhr VORTRAG: Nils Kumar (STADTKULTUR HAMBURG): Sozialer Konsum
Nils Kumar

10 Prozent für eine soziale, ökologische oder kulturelle Organisation mit dem Mobilfunkvertrag spenden oder das Essen aus Konfliktregionen beziehen, damit ein afghanisches Frauenkollektiv Safran statt Opium anbauen kann: Nils Kumar zeigt in seinem Vortrag, wie man als Einzelne*r oder auch als Einrichtung nachhaltig und sozial einkauft. Für sein Webseitenprojekt zum Sozialen Konsum hat er über 100 Anbieter*innen recherchiert, über die der Einkauf einen sozialen oder ökologischen Mehrwert schafft. Ob Stromanbieter, Suchmaschinen oder Schokoriegel – zu fast allem, was man kennt, gibt es eine sozialere oder nachhaltigere Alternative.
Nils Kumar war Bundesfreiwilliger bei STADTKULTUR HAMBURG und unterstützt den Verband jetzt als Werkstudent neben seinem Studium im Bereich Soziale Arbeit.

14.00 – 15.00 Uhr VORTRAG: Anna Kliemann (Green Events Hamburg): Nachhaltiges Veranstalten
Anna Kliemann

Green Events Hamburg geht es darum, wie man Veranstaltungen ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten kann. Das Netzwerk entwickelt seit 2019 gemeinsam mit der Hamburger Umweltbehörde eine Handreichung und Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen. Im Online-Vortrag geht Anna Kliemann auf verschiedene Bereiche dieser Checkliste ein, wie Veranstaltungsstätte, Klimaschutzmaßnahmen, Beschaffung, Material, Abfallmanagement sowie Kommunikation, und zeigt auf, was man in der Praxis beachten kann, um nachhaltig(er) zu veranstalten.
Anna Kliemann begleitet Green Events seit 2018. Als Netzwerkkoordinatorin und Projektmanagerin betreut sie dort das Projekt „Nachhaltige Veranstaltungen”. Green Events Hamburg ist ein offenes, partizipatives und zukunftsorientiertes Netzwerk und besteht aus Akteur*innen, die sich ökologisch und sozial verantwortungsvollen Veranstaltungen widmen.

Donnerstag, 11. November: NACHKLAPP

11.30 – 12.30 Uhr VORTRAG: Prof. Dr. Maren Urner: Wege aus der erlernten Hilflosigkeit
Prof. Dr. Maren Urner

Krisen, Katastrophen und Konflikte: Ständig bekommen wir gezeigt, wie schlecht die Welt ist und dass wir sowieso nichts daran ändern können. Egal, ob medial, politisch oder am Küchentisch – unsere Diskussionen konzentrieren sich häufig auf Probleme und die damit verbundene Sündenbocksuche. So lernen wir alle, mit Blick auf die Zusammenhänge in der Welt nichts tun zu können und konzentrieren uns stattdessen auf das, was wir beeinflussen können: Familie, Haus und Garten sowie die direkte Umgebung. Alles andere, inklusive der dringenden gesellschaftlichen Herausforderungen wie die Klimakrise klammern wir aus, weil das Gefühl der Hilflosigkeit uns handlungsunfähig macht. Um dieser „erlernten Hilflosigkeit“ in den eigenen Kulturprojekten und deren Kommunikation zu vermeiden, zeigt die Neurowissenschaftlerin und Autorin Prof. Dr. Maren Urner in ihrem Online-Vortrag Wege zur Selbstwirksamkeit und einer konstruktiven Kommunikation.
Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. 2016 gründete sie zusammen mit anderen Journalist*innen das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus. Ihre beiden Bücher „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ (Droemer 2019) und „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ (Droemer 2021) sind SPIEGEL-Bestseller.

Anmeldung zum Ratschlag 2021

Die Anmeldung zum 22. Ratschlag ist bis zum 29. Oktober 2021 möglich. Die Anmeldung zur Tagung und zum Online-Workshop-Programm sind auch getrennt möglich, d.h. Sie können auch nur an der Tagung oder nur am Online-Programm teilnehmen.

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