STADTKULTUR HAMBURG hält Kulturakteure in Hamburg auf dem Laufenden: mit aktuellen Nachrichten, Infos zu finanziellen Hilfen, weiteren Hilfeseiten, aktuellen Stadtteilkultur-Aktionen und allgemeinen Links zur Corona-Pandemie. Diese Seite wird ständig erweitert und aktualisiert. Neue Inhalte werden farblich hervorgehoben.


Aktuelle Nachrichten zur Corona-Pandemie

Mit der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO), die ab dem 1. Juli gilt, sind Angebote im Kulturbereich unter Auflagen wieder möglich.

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Handreichung Schutzkonzept von STADTKULTUR HAMBURG

Zur Gewährleistung der Sicherheit der Mitarbeiter*innen und der Besucher*innen müssen Kulturzentren für die anstehende Öffnung ihrer Häuser Regeln aufstellen und kommunizieren. Dazu hat STADTKULTUR HAMBURG eine Handreichung für entsprechende Schutzkonzepte entwickelt. mehr


Welche finanziellen Hilfen gibt es für die Kultur in Hamburg?

Bürgschaften (BG) und Landesbürgschaften
Corona-Erlass für die Steuerverwaltung (mit Link zu allen Anträgen)
@ Bundesministerium für Finanzen
  • Unternehmen, die wegen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können schon jetzt zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen, zum Beispiel die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag, Stundung fälliger Steuerzahlungen, Erlass von Säumniszuschlägen oder Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen. Ansprechpartner ist das jeweils zuständige Finanzamt. Quelle: Übersicht über mögliche Hilfen der Behörde für Kultur und Medien vom 30.3.2020
  • Betroffene sollten sich schnellstmöglich mit dem für sie zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen. Alle Anträge zum Corona-Erlass finden Sie hier: www.hamburg.de/fb/finanzaemter/
    Quelle: Hilfsmaßnahmen von Bund und Stadt von der Hamburg Kreativ Gesellschaft
Corona-Grundsicherung für Selbstständige (Einzelunternehmer und Freiberufler)
Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige des Bundes
  • Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten
  • direkter Zuschuss für die nächsten Monate, der nicht zurückgezahlt werden muss
  • Der Zuschlag soll schnell und unbürokratisch umgesetzt werden: Erst im Nachhinein werde der Bund prüfen, ob die Begünstigten die Hilfe notwendig hatten. Andernfalls würde der Zuschuss in ein Darlehen umgewandelt.
  • zur Überbrückung akuter Engpässe wie z.B. bei Verbindlichkeiten aus Miet- und Pachtverhältnissen oder Leasinggebühren
  • Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro Einmalzahlung, Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten bekommen bis zu 15.000 Euro Einmalzahlung, jeweils für drei Monate.
  • Dieses Programm ergänzt die Programme der Länder. Die Anträge sollen deswegen aus einer Hand in den Bundesländern bearbeitet werden, Förderanträge für Hamburg finden Sie hierzu auf der Seite der Hamburger Corona Soforthilfe (HCS): www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs
  • Bewertung für Soziokulturelle Zentren und Initiativen: Diese Maßnahme wird für soziokulturelle Zentren mit bis zu 10 Personen auf jeden Fall interessant sein, sie greift allerdings nicht für größere Einrichtungen. Viele Zentren haben Teilzeitstellen, sodass die Zahl von 10 Personen auch bei kleinen bis mittleren Zentren schnell erreicht ist. Laut einer Blitzumfrage, die auf realen Zahlen basiert, liegt der Mittelwert der nicht gedeckten Kosten (Betriebs-, Gemein- und Personalkosten) der Zentren bei insgesamt knapp 13.000 Euro promonatlich pro Einrichtung, sodass der tatsächliche Bedarf durch den Notfallfonds nicht vollständig gedeckt wird. Quelle: Bewertung bestehender/geplanter Programme des Bundes der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. vom 24.3.2020
Finanzierungssicherheit für Zuwendungsempfänger
  • Förderzusagen der Stadt bestehen auch wenn die geplanten Produktionen und Projekte jetzt nicht oder in anderer Form umgesetzt werden können.
  • Quelle: Übersicht über mögliche Hilfen der Behörde für Kultur und Medien vom 30.3.2020
Gebührenrechtliche Hilfen für Gewerbetreibende der Finanzbehörde
  • Nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich durch die Corona-Allgemeinverfügung in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit eingeschränkte Gewerbetreibende und sonstige betroffene Institutionen können bis zum 31. Dezember 2020 einen Antrag auf Stundung oder Erlass der bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Gebühren stellen.
    Quelle: Übersicht über mögliche Hilfen der Behörde für Kultur und Medien vom 30.3.2020
GEMA Sofortmaßnahmen
  • Für Lizenznehmer der GEMA ruhen für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Es entfallen während dieses Zeitraums die GEMA-Vergütungen. Kein Lizenznehmer soll für den Zeitraum der Schließung mit GEMA-Gebühren belastet werden. Diese Maßnahme gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020.
    Stand: 20.03.2020: www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-kundenunterstuetzung/
  • Versehentliche automatische Abbuchungen bei ruhenden Lizenzverträgen wird die GEMA im Nachgang mit den behördlichen Schließungen korrigieren. Lizenznehmer müssen aktuell nichts Weiteres veranlassen. Die GEMA wird die Beträge, die normalerweise während des Ruhezeitraums den Kunden berechnet würden, gutschreiben. Hierfür ist seitens der Kunden nichts weiter zu veranlassen außer den Zugang der kommenden Gutschrift zu kontrollieren. Mehr: www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-kundenunterstuetzung/hinweis-zu-automatischen-abbuchungen/
Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) (abgelaufen)
  • Dieses Soforthilfeprogramm soll in Hamburg ansässigen kleinen und mittleren Betrieben sowie Freiberuflern helfen, die in Folge der Corona-Allgemeinverfügungen unmittelbar in eine existenzbedrohende Schieflage oder existenzgefährdende Liquiditätsengpässe geraten sind. Hier können sie ggf. direkte, echte Zuschussmittel in abgestuften Höhen erhalten. Diese Hilfe kann mit der „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige“ des Bundes gekoppelt und ab 30. März 2020 unter www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs zusammen beantragt werden:
HamburgBundGesamt bis zu
Solo-Selbständige2.500 €9.000 €11.500 €
1-5 Mitarbeiter5.000 €9.000 €14.000 €
6-10 Mitarbeiter5.000 €15.000 €20.000 €
11-50 Mitarbeiter25.000 €25.000 €
51-250 Mitarbeiter30.000 €30.000 €
Hamburg-Kredit Wachstum (bei Vermietung von Gewerbeimmobilien)

Kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft in Hamburg und freiberuflich Tätige sowie Personen, die im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit Gewerbeimmobilien vermieten oder verpachten und seit mindestens 5 Jahren am Markt sind können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 500.000 Euro erhalten. Mehr: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hamburg-kredit-wachstum

HamburgKredit-Liquidität (HKL)
  • Kleinen und mittleren Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, eröffnet die IFB Hamburg kurzfristig mit dem Hamburg Kredit Liquidität (HKL) neue Spielräume. Der Hamburg-Kredit Liquidität wird von der IFB Hamburg in Kooperation mit der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG) gewährt und im Hausbankenverfahren vergeben.
  • Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent), Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sowie Existenzgründer und Vereine.
  • Voraussetzung für die Gewährung der Förderung ist für alle Antragsberechtigten, dass sie am 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Nr. 18 AGVO waren.
  • Infoseite der IFB zum HamburgKredit-Liquidität (HKL)
Hamburger Stiftungs-Hilfsfonds: „Kunst kennt keinen Shutdown“ (abgelaufen)
  • Gemeinsam mit anderen Hamburger Stiftungen hat die Hamburgische Kulturstiftung unter dem Motto „Kunst kennt keinen Shutdown“ einen Hilfsfonds aufgelegt. Das Ziel ist es, Künstler*innen der freien Szene dabei zu unterstützen, weiterzuarbeiten, ihre Arbeit sichtbar zu machen und neue Formate auszuprobieren.
  • Die zweite Antragsfrist endete am 30. Juni 2020. Freischaffende Hamburger Künstler*innen aller Sparten konnten sich um bis zu 2.500 Euro bewerben: www.kulturstiftung-hh.de/hilfsfonds.html
  • Die erste Antragsfrist endete am 15. April 2020.
Hilfspaket Kultur der Behörde für Kultur und Medien
  • Die Behörde für Kultur und Medien hat speziell für den Bedarf in der Kultur ein Hilfspaket Kultur im Wert von 25 Millionen Euro geschnürt. Förderfähig sind kulturelle Einrichtungen wie zum Beispiel Privattheater oder Musik-Clubs. Hierzu werden bereits existierende Förderinstrumente weiterentwickelt. Die Abwicklung läuft über die Behörde für Kultur und Medien. Quelle: Übersicht über mögliche Hilfen der Behörde für Kultur und Medien vom 30.3.2020
  • Die Hamburger Stadtteilkultur soll aus Hilfspaket Kultur mit 1.360.000 Euro unterstützt werden. Quelle: Unterstützung für die Stadtteilkultur aus dem Corona Hilfspaket Kultur vom 20.4.2020
IFB-Förderkredit Kultur (Modul Corona)
  • Kultureinrichtungen können auf der Seite der Hamburgische Investitions- und Förderbank (www.ifbhh.de) Förderkredite beantragen, mit denen neben Investitionen nun auch betriebliche Einbußen zu besonders günstigen Konditionen und mit vereinfachtem Zugang kreditär ausgeglichen werden können, wenn deren Bedarf aus der Corona bedingten Schließung erfolgen: www.ifbhh.de/foerderprogramm/ifb-foerderkredit-kultur
  • Hotline der IFB: Zur Unterstützung bei Fragen zum Hamburger Schutzschirm hat die IFB Hamburg eine Hotline eingerichtet: 040 42828-1500
IFB: Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen (bis 31.8.2020)
  • Corona-Überbrückungshilfe des Bundes gilt für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen. Antragsberechtigt sind auch gemeinnützige Unternehmen und Organisationen (unabhängig von ihrer Rechtsform).
  • Die Antragsstellung ist ab dem 10. Juli 2020 und bis spätestens zum 31. August 2020 möglich.
  • Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate.
  • Die Antragstellung ist nur durch beauftragte Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer möglich.
  • Ziel der Überbrückungshilfe ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis August 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren und dadurch zu ihrer Existenzsicherung beizutragen.
  • Mehr: www.hamburg.de/newsletter-ifbhh/14064240/corona-soforthilfe-newsletter-05/
KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen
@ Bundesministerium der Finanzen
  • Bundesminesterium für Finanzen: siehe So­fort­hil­fe und Schutz­fonds > Für kleine, mittlere und große Unternehmen > Kredite
  • KfW hat die Aufgabe, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern, und wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern.
  • Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler erreichen die KfW bei Fragen zur KfW-Corona-Hilfe unter der kostenfreien Servicehotline 0800 / 5 39 90 00. Auf Grund der hohen Nachfrage kann es zur Zeit zu längeren Wartezeiten kommen.
  • Handelsblatt: Wie Unternehmen an die Hilfen der Bundesregierung kommen (16.3.2020)
  • Bewertung für Soziokulturelle Zentren und Initiativen: Bei den Liquiditätshilfen handelt es sich bei aller Flexibilität nur um Kredite, die zurückzuzahlen sind. Dafür braucht man Einnahmen und Überschüsse., die in der aktuellen Lage bei den meisten Zentren nicht vorhanden sind. Vereinfachte Kredite mögen in geringen Umfang bei größeren Einrichtungen zur Überbrückung helfen. Für die Zentren wird es allerdings eine Weile dauern, bis sie überhaupt wieder Einnahmen erzielen, um ihre Existenz abzusichern – deswegen wird eine Rückzahlung bei vielen nicht möglich sein. Quelle: Bewertung bestehender/geplanter Programme des Bundes der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. vom 24.3.2020
Krankenkassen: Stundung der Sozialversicherungsbeiträge
  • Um den Unternehmen und Selbstständigen hier zu helfen, hat der GKV-Spitzenverband allen gesetzlichen Krankenkassen empfohlen, die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge vorübergehend zu erleichtern. Quelle: Pressemitteilung der GKV vom 25.3.2020
Künstlersozialkasse: Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen
Kurzarbeitergeld
  • Das neue Gesetz „zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld“, das Freitag, den 13.3.2020 beschlossen wurde, gilt rückwirkend ab 1.3.2020. Das Gesetz ist zeitlich befristet und gilt bis zum 31.12.2021.
    Grundsätzlich sind soziokulturelle Zentren berechtigt, Kurzarbeit anzumelden, wenn 10% der Beschäftigten des Betriebs von Arbeitsausfall betroffen sind. Ob und wie viel Kurzarbeitsgeld beantragt werden kann, wird die jeweilige Agentur für Arbeit bewerten (aber meistens wie ALG 1, nämlich 60-67% des Nettogehalts). Arbeitnehmer*innen müssen den Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit melden. Das ist sehr wichtig.
    Ein erleichtertes Antragsverfahren ist bei der Agentur für Arbeit noch nicht online. Das wird aber in den nächsten Tagen eingerichtet. Es empfiehlt sich somit, die Seite der jeweiligen Agentur für Arbeit zu beobachten oder bei der Agentur anzurufen. Mehr
  • Für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent reduziert haben, soll das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Monat auf 70 Prozent, ab dem siebten Monat auf 80 Prozent des entgangenen Nettolohns steigen. Für Beschäftigte mit Kindern auf 77 beziehungsweise 87 Prozent. Diese Regelung soll bis Jahresende gelten. Quelle: Weitere Hilfen für Arbeitnehmer vom 29.4.2020
  • Bundesagentur für Arbeit: Neue Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld (16.4.2020)
  • Bundesagentur für Arbeit: Allgemeine Informationen zum Kurzarbeitergeld
Lockerung der Insolvenzordnung
  • Die Insolvenzantragspflicht soll ausgesetzt werden, um zu verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil sie die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig erhalten. Die Aussetzung ist bis 30. September 2020 geplant.
  • Merkblatt zur Insolvenzantragspflicht der Handelskammer Hamburg (19.3.2020)
  • Bewertung für Soziokulturelle Zentren und Initiativen: Diese Maßnahme ist begleitend zu finanziellen Hilfen sehr sinnvoll, da die Beantragung und Auszahlung der Mittel auch bei schnellstmöglicher Bearbeitung eine gewisse Zeit beanspruchen wird. Quelle: Bewertung bestehender/geplanter Programme des Bundes der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. vom 24.3.2020
Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung
  • Wer wegen Schul- oder Kitaschließung seine Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Wenn erwerbstätige Eltern Kinder unter zwölf Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann, und Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben sowie Urlaub ausgeschöpft sind, erhalten sie weiter Geld vom Arbeitgeber. Dieses wird dem Arbeitgeber wiederum in Höhe des Kurzarbeitergeldes (in der Regel 67 Prozent des Bruttoeinkommens) von den zuständigen Behörden ersetzt. Außerdem wird der Zugang zum Kinderzuschlag vereinfacht, um Familien schnell zu helfen, die wegen der Krise Einkommensausfälle haben. Mit dem Kinderzuschlag werden Familien unterstützt, wenn das Einkommen zwar für den eigenen Lebensunterhalt, aber nicht für den der gesamten Familie reicht. Bei Neueinträgen wird vorübergehend nur das letzte Monatseinkommen geprüft – statt wie sonst das Einkommen der vergangenen sechs Monate. Damit sollen die Folgen von Lohneinbußen oder Arbeitslosigkeit abgemildert und sowohl Beschäftigte als auch selbständige Eltern erreicht werden. Quelle: Informationen für den Kulturbetrieb von der Bundesregierung vom 27.3.2020
  • siehe hierzu auch: „Was pas­siert, wenn mein Kind nicht krank ist, aber die Ki­ta/Schu­le mei­nes Kin­des (län­ger) ge­schlos­sen wird und ich kei­ne an­de­re Be­treu­ung für das Kind ha­be? Muss ich Ur­laub neh­men?“ auf „Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (30.3.2020)
  • Bewertung für Soziokulturelle Zentren und Initiativen: Für festangestelltes Personal ist die Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung eine Erleichterung: Sie könnte in größeren Zentren gleich mehrere Personen betreffen, die Kinder unter 12 Jahren haben. Allerdings gibt es eine Reihe von Hürden: Das Geld wird nur unter der Voraussetzung gezahlt, dass keine andere Form der Kinderbetreuung möglich ist, etwa durch den Partner. Eltern müssen zunächst andere Möglichkeiten ausschöpfen, z.B. Zeitguthaben abbauen. Andere Leistungen wie das Kurzarbeitergeld gehen vor. Größte Hürde: Die Arbeitgeber müssen in Vorleistung gehen, bis das Geld erstattet wird. Dieses Kapital ist bei vielen Zentren nicht vorhanden. Quelle: Bewertung bestehender/geplanter Programme des Bundes der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. vom 24.3.2020
NEUSTART KULTUR ab Mitte August 2020
  • Das Programm NEUSTART KULTUR umfasst u.a. Investitionen für Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren. Gefördert werden investive Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen von Kultureinrichtungen sowie im Rahmen von Festivals und Ähnlichem, die zur nachhaltigen Reduktion von Ansteckungsgefahren in deren öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen erforderlich sind, sowie projektbezogene Personal- und Sachausgaben.
  • Nähere Informationen dazu werden ab Mitte August veröffentlicht.
  • Mehr: www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/eine-milliarde-euro-fuer-neustart-kultur-1757174
  • Das Programm NEUSTART KULTUR ist nicht zu verwechseln mit dem Sofortprogramm NEUSTART (siehe weiter unten).
Neustartprämie für Künstler*innen und Kreative (bis 31. August 2020)
  • Für die von den Pandemiebeschränkungen besonders betroffenen Künstler*innen und Kreativen hat Hamburg ein eigenes Förderprogramm aufgelegt, damit diese für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Hamburg unverzichtbare Gruppe möglichst gut durch diese schwierige Zeit kommt. Mit der „Neustartprämie“ soll den Künstler*innen und Kreativen vor allem geholfen werden, die eigene kreative Tätigkeit auch unter Corona-Bedingungen wieder ins Laufen zu bringen, beziehungsweise die Wiederaufnahme der Tätigkeit vorzubereiten.
  • Antragsberechtigt für diese einmalige und pauschale Neustartprämie in Höhe von 2.000 Euro sind Künstler*innen und Kreative, die Mitglieder der Künstlersozialkasse (KSK) sind, und jene, die inhaltlich die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen.
  • Mehr: www.hamburg.de/neustartpraemie
Nothilfefonds der Behörde für Kultur und Medien

Nothilfefonds in Höhe von zwei Millionen Euro, mit dem auf Antrag Ausfälle ausgeglichen werden können, die durch andere Hilfsmaßnahmen nicht erfasst werden.

Quelle: „Erste Eckpunkte für einen ‚Hamburger Schutzschirm für Corona-
geschädigte Unternehmen und Institutionen‘ vorgestellt“
, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
, 19.3.2020

Sofortprogramm NEUSTART (abgelaufen)
  • Der Bund stellte aus dem Kulturetat zehn Millionen Euro für ein Sofortprogramm NEUSTART zur Verfügung, mit dem Corona-bedingte Umbaumaßnahmen in Kultureinrichtungen finanziert werden konnten. Das sollte helfen, kleineren und mittleren Kultureinrichtungen in Deutschland die rasche Wiedereröffnung nach der Pandemie-bedingten Schließung zu ermöglichen.
  • Die Antragsstellung war ab dem 6. Mai 2020 möglich auf: antrag.soziokultur.de/neustart/
  • Die Antragstellung ist beendet worden, da das Volumen ausgeschöpft ist.
Vorgehen bei geringfügig Beschäftigten
  • Die LandesArbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg e.V. hat sich damit beschäftigt, was man bei geringfügig Beschäftigten aufgrund des Lockdowns beachten muss. Es wird u.a. empfohlen, einen Arbeitsvertrag mit zumindest einer Rahmenarbeitszeit zu schließen: siehe „Lohnfortzahlung bei geringfügig Beschäftigten“.
  • Betriebe können zwar für ihre Minijobber*innen kein Kurzarbeitergeld beantragen, aber bei der Corona Soforthilfe zählen Minijobber*innen auf 450-Euro-Basis mit (mit dem Faktor 0,30). Mehr dazu im ZEIT-Artikel von Christoph Twickel. Quelle: SONDER-NEWSLETTER 5 von RockCity
Zinslose Stundung für Mieter städtischer Immobilien

Betroffene gewerbliche Mieter von städtischen Immobilien können auf Antrag bei ihrem jeweiligen Vermieter die Miete für drei Monate zinslos stunden und so Entlastung in der momentanen Situation erhalten. Dies ist möglich für Immobilien von Sprinkenhof, HHLA und LIG.

Quelle: Übersicht über mögliche Hilfen der Behörde für Kultur und Medien vom 27.3.2020


Weitere Hilfe-Seiten für die Kultur

Hilfsmaßnahmen für Hamburgs Kultur- und Kreativwirtschaft von der Behörde für Kultur und Medien

Auf ihrer Hilfeseite gibt die Behörde einen Überblick über die Hilfsangebote für die Hamburger Kultur. Die Angebote werden laufend ausgeweitet und konkretisiert: www.hamburg.de/bkm/

Hotline und Hilfsanbebote der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hat für Unternehmer*innen Corona-Hilfsangebote zusammengestellt und eine Hotline eingerichtet: 040 / 428 41 1497 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr).

Hilfsseite der Handelskammer Hamburg
Hilfeseite der Bundesregierung für Kultur- und Medienschaffende
Deutscher Kulturrat: Die Pressemitteilungen und die „Corona versus Kultur“-Newsletter
  • Der Deutsche Kulturrat veröffentlicht auf seiner Corona-Seite seine Pressemitteilungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise, den Newsletter „Corona versus Kultur“ sowie weitere nützliche Informationen und Meldungen: www.kulturrat.de/corona/
Corona-Hilfe-Seite für Kultur- und Kreativschaffende von der Hamburg Kreativ Gesellschaft
Für Club-Betreiber*innen: Der CORONA INFO TICKER der LiveKomm
  • Der CORONA INFO TICKER dient als Informationsplattform für Clubs und Festivals hinsichtlich der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Veranstaltungsbranche und Clubkultur: www.livemusikkommission.de
Für Musiker*innen, Musikschaffende: RockCitys Sonderseite und das CORONAPHONE
Für Künstler*innen, Freiberufler und Solo-Selbständige: Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes
  • Informationen für Künstler*innen, Freiberufler und Solo-Selbständige werden beim Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes gebündelt: www.kreativ-bund.de/corona
Für kleine Unternehmen und Freiberufler*innen: 2gather.jetzt
  • 2gather.jetzt bietet Informationen und Erste Hilfe für kleine Unternehmen und Freiberufler*innen in Coronavirus-Zeiten: 2gather.jetzt
Hilfe-Seite des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT)
Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender von Verdi

Stadtteilkultur in Zeiten von Corona

Wie geht die Stadtteilkultur in Hamburg mit dem aktuellen Einschränkungen um? Unter „Kultur in Zeiten von Corona“ berichten wir in lockerer Folge davon. Alle Beiträge finden Sie hier.

Fachinfos im Abo: Wenn Sie alle Aktivitäten der Hamburger Stadtteilkultur während der Corona-Pandemie per E-Mail erhalten möchten, abonnieren Sie einfach unser Sofort-Infos „STADTKULTUR News“.


STADTKULTUR HAMBURG