Aus Anlass des Gesprächs von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen, die sich bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen engagieren, haben Staatsministerin Monika Grütters, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Staatsministerin Aydan Özoğuz gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat die „Initiative kulturelle Integration“ ins Leben gerufen.

Im Rahmen dieser Initiative werden Vertreterinnen und Vertreter aus Staat, Kultur und Zivilgesellschaft  aktuelle Herausforderungen für kulturelle Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt erörtern und angehen. Dabei sollen sich die vielfältigen Kulturen unserer Gesellschaft und die Kulturen der Menschen, die zu uns kommen, auf Augenhöhe begegnen. Es ist geplant, die Ergebnisse zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt im Mai 2017 öffentlich vorzustellen.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, sagte: „Diese Initiative ist mir ein Herzensanliegen. Denn die kulturelle Integration spielt eine Schlüsselrolle für die gesellschaftliche Integration. Kultur kann Welten öffnen, wenn Zivilgesellschaft und Staat partnerschaftlich zusammenwirken. Der Staat ist vor allem für vernünftige Rahmenbedingungen verantwortlich. Diese allein bewirken jedoch wenig, wenn sie nicht mit einer engagierten Zivilgesellschaft gemeinsam ausgestaltet werden. Vertrauen wir auf das große integrative Potenzial der Kultur und der Künste.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière führte aus: „Was unsere Gesellschaft zusammenhält, ist für mich eine wesentliche Fragestellung unseres Zusammenlebens. Es geht nicht zuletzt um das Wertefundament in einer pluralen Gesellschaft. Hier kann kulturelle Integration – gerade in der aktuellen Flüchtlingssituation – einen wesentlichen Beitrag leisten. Ich erwarte von der Initiative wichtige Impulse für die Diskussion.“

Bundesarbeits- und -sozialministerin Andrea Nahles unterstrich: „Arbeit ist der Schlüssel für gelingende Integration – nicht nur mit Blick auf finanzielle Unabhängigkeit, Spracherwerb und berufliche Qualifikation. Arbeit ist viel mehr: sie ist ein essentieller Bestandteil einer Kultur. Auf der anderen Seite wirken sich kulturelle Prämissen auch auf die Arbeitswelt und auf die Zusammenarbeit von Menschen an ihrem Arbeitsplatz aus. Umso wichtiger ist der kulturelle Austausch. Ich freue mich daher über die Initiative, die hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten kann.“

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, erklärte: „Ich begrüße die Initiative sehr. Sie sollte dazu beitragen, den Reichtum unserer kulturellen Vielfalt noch besser sichtbar zu machen. Das sollte sich auch in der Beteiligung von Migrantenorganisationen widerspiegeln.“

Der Präsident des Deutschen Kulturrates, Christian Höppner, betonte: „Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik, diesem Credo fühlt sich der Deutsche Kulturrat verpflichtet. Kulturelle Vielfalt ist für uns keine Floskel, sie zu leben und sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt fruchtbar zu machen, ist für uns ein zentrales Motiv. Ich freue mich daher sehr auf die in den kommenden Monaten im Rahmen der ‚Initiative kulturelle Integration‘ stattfindenden Diskussionen.“

Die Federführung für die „Initiative kulturelle Integration“ innerhalb der Bundesregierung liegt bei der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters. Der Deutsche Kulturrat wird den Prozess moderieren.

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