Auf ihrer Mitgliederversammlung äußerten die bundesweiten Fachorganisationen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung breite Zustimmung zu den Forderungen junger Menschen zum Klimaschutz und ihren Protesten im Rahmen von Schulstreiks, die zeitgleich zur Zentralen Arbeitstagung des Verbandes in Berlin stattfanden.

Um die Herausforderungen des Aufwachsens zu meistern, brauchen Jugendliche nach Meinung der Delegierten der 56 Mitgliedsorganisationen der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung die Zuversicht, dass Zukunft bewältigt werden kann. Doch wir – die Generation der heute Erwachsenen – haben es versäumt, frühzeitig wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen und Raubbau betrieben an den Ressourcen der kommenden Generationen.

Die Jugendlichen, die jetzt auf die Straße gehen, prangern zu Recht an, dass sie die Leidtragenden unserer Versäumnisse sind. Denn der Klimawandel ist eine reale Bedrohung für ihre Zukunft. Deshalb gilt es jetzt zu handeln! Zur Herstellung von Teilhabegerechtigkeit gehört auch, dass wir uns gemeinsam mit Jugendlichen mit drängenden Zukunftsfragen auseinandersetzen, so die Vertreter*innen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung.

Nach Ansicht der BKJ muss auch kritisch hinterfragt und analysiert werden, wie Politik und Gesellschaft derzeit mit dem berechtigten Protest junger Menschen umgehen. Die Vorsitzende der BKJ, Prof.in Dr.in Susanne Keuchel sagt: „Junge Menschen wollen mitentscheiden, wenn es um die Gestaltung ihrer Lebenswelt und ihrer Zukunft geht – und sie haben ein Recht darauf! Ihre Perspektiven können keinesfalls durch Ansichten Erwachsener ersetzt werden. Wir unterstützen daher ausdrücklich die Forderung junger Menschen nach sofortigen und spürbaren Maßnahmen für den Klimaschutz.“

Die Bundesregierung will im Rahmen ihrer Bundesjugendstrategie, u. a. auf dem Wege einer interministeriellen Arbeitsgruppe, die Voraussetzungen dafür schaffen, bei allen Gestaltungsprozessen die Belange junger Menschen zu berücksichtigen und mitzudenken. Im Umgang mit der „Fridays for Future“-Bewegung muss dies nun eingelöst werden: indem Positionen und Forderungen der Jugendlichen wirkungsvoll in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

STADTKULTUR HAMBURG