„Friede“ hat Lion Feuchtwanger 1917 als „burleskes Spiel“ nach zwei Komödien des griechischen Dichters Aristophanes entwickelt. Beim Alles wird schön e.V. wird das Stück nun gemeinsam lesend in Szene gesetzt.

Athen, 425 v. Chr: Die griechische Stadt ist das Zentrum eines der beiden großen Machtblöcke der griechischen Welt. Alle Stadtstaaten haben sich entweder dem Attischen Seebund (Athen) oder dem Peleponnesischen Bund (Sparta) angeschlossen und wechseln hin und wieder die Seiten. Seit 30 Jahren herrscht immer wieder Krieg und er wird auch noch 20 Jahre dauern. Nach so vielen Jahren weiß eigentlich niemand mehr, warum eigentlich Krieg geführt wird. Fast alle leiden, aber manche leben vom Krieg.
Dem Bauern Dikapaiopolis reicht es; er will Frieden. Eines Tages kommt Amphiteos, der Gesandte der Götter, auf den Marktplatz Athens, um den Wunsch der Götter nach Frieden vorzutragen. Die Herrscher Athens jagen ihn weg. Doch Dikapaiopolis nutzt die Gelegenheit und bittet Amphiteos, sein Angebot eines Privatfriedens an Sparta zu überbringen. Das wird angenommen und so bereitet er sich inmitten seiner kriegstüchtigen Umgebung auf ein rauschendes Friedensfest vor.
Lion Feuchtwanger hat sein „burleskes Spiel“ nach zwei Komödien des griechischen Dichters Aristophanes entwickelt. Merkmal dessen Komödien sei das „Hanswurstspiel“ gewesen, ein Kasper, der einerseits eine Ethik vertritt, in seinem spontanen Spiel aber unberechenbar und hemdsärmelig komisch auftritt. Bei der szenischen Lesung kann jede*r – wer Lust hat – sich eine Rolle aussuchen; wer nur zuhören will, lauscht einfach.
Die Veranstaltung findet am 16. Januar 2026 beim Alles wird schön e.V. um 20 Uhr statt.
