Im DOCKS wurde der Hamburger Club Award verliehen. Unterstützt durch die Behörde für Kultur und Medien wurden bereits zum neunten Mal Preise für herausragende Leistungen in der Livemusikszene vergeben. Zwei der insgesamt elf Auszeichnungen gingen an das Festival Off The Radar.

In einem Online-Abstimmungsverfahren votierte die Jury aus 92 Bewerbungen für die diesjährigen Preisträger*innen in sieben verschiedenen Kategorien. In der Jury waren in diesem Jahr über 135 Personen aus allen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche vertreten, zum Beispiel Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen, Künstler*innen sowie Vertreter*innen von Labels, Agenturen, Medien, Plattenläden oder Verbänden.

Vor über 800 geladenen Gästen aus der Musikszene wurde der begehrte Preis für den Musikclub des Jahres an das Uebel & Gefährlich überreicht, das sich knapp vor der MS Stubnitz (Platz 2) und dem Molotow (Platz 3) und 15 weiteren Bewerbungen in der Hauptkategorie durchsetzte. Nach 2011 und 2015 wurde die Musikspielstätte im Bunker an der Feldstraße in dieser Kategorie bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. In der Selbstbeschreibung verweisen die Preisträger auf die Liebe zum Detail und Leidenschaft, durch die der Club große Wichtigkeit erlangt und für viele Künstler und Künstlerinnen ein zweites Wohnzimmer ist. Dies gilt u.a. für: Trettmann, Tocotronic, Denzel Curry, Victor Ruiz, Yung Hurn, Monolink, Trentemøller, Adam Beyer und Amelie Lens.

Erstmals wurde auch der Green Club des Jahres gekürt. Eine fünfköpfige Expertenjury ernannte die Barbarabar am Hamburger Berg als grünsten Club der Stadt, der durch sein Engagement in Sachen ökologische Nachhaltigkeit und einem ganzheitlichen Ansatz – von der Photovoltaik-Anlage auf dem kleinen Club-Dach bis zum alternativlosen Bio-Wein – überzeugte. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sponserte der Energieanbieter Greenpeace Energy eG.

Für die beste Newcomerförderung des Jahres 2018 wurde das Molotow ausgezeichnet. Nicht nur spannende lokale Acts sondern auch internationale Bands wie Yungblud (UK), Starcrawler (USA) und Shame (UK) konnten zum ersten Mal in Hamburg entdeckt werden. Weiterhin zeichneten sich das Hafenklang und das Knust in dieser Katergorie aus.

Geehrt mit der Trophäe für den besten Fremdveranstalter wurde das Veranstalterkollektiv Off The Radar, das vor Weird und den Veranstaltern der Heartphones – Die Kopfhörerparty im Knust landete. Off The Radar räumte auch gleich noch in der Kategorie für das Festival des Jahres – klein aber fein einen weiteren Award ab: Mit dem Festival Off The Radar Schröderstift 2018 in der Schröderstiftstraße (31.08. – 01.09.18) setzte es sich gegen 16 weitere Festivals durch. Auf das Siegertreppchen landeten auch das Aalhaus und dessen „Müssen Aale Mit“ Festival (Platz 2) und das Knust (Platz 3) mit dem Jazzhouse Festival (14. – 16.09.18).

Der Preis für das Konzert des Jahres ging an die Astra Stube für das Konzert von ClickClickDecker am 15.11.18, das sich gegen 15 weitere Konzerte durchsetzte. Auf Platz 2 landete Sommer in Altona mit dem Konzert von La Dispute am 20.08.18 und Platz 3 belegte das Fundbureau mit der Massenkaraoke …you’ll never sing alone am 16.11.18.

Ausgezeichnet mit dem Award für den besten neuen Club wurde die Hebebühne in Altona (Barnerstr. 30), die vor der Fischhalle Harburg (Platz 2) und dem White Cube (Platz 3) landete.

Die Clubnacht des Jahres wurde auch prämiert: Hier setzte sich das Hafenklang mit der Sea-Watch Soli-Party am 30.04.18 vor dem Docks mit der Alice im Wunderland und dem Monkeys Music Club mit Tanzbar – der Inklusionsdisko der Station17 durch.

Der Publikumspreis wurde mittels eines Online-Votings ermittelt, an dem sich über 4.800 Hamburger Clubgänger*innen beteiligten. Die meisten Stimmen erhielt hierbei der Monkeys Music Club in Altona, der diesen begehrten Preis 2016 erstmals gewann und sich dieses Mal gegen das freundlich + kompetent und das Molotow behaupten konnte.

Die Preisträger*innen erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 11.000 Euro, davon 8.000 Euro bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien.

Der vom Vorstand des Clubkombinat vergebene Ehrenpreis wurde an Farid Müller verliehen, der nach Einschätzung des Vorstands durch sein politisches Engagement für die Gründung der Clubstiftung und die Einführung, sowie die Aufstockung des Live Concert Account in der Vergangenheit besonders für die Hamburger Clubkultur und ihr Fortbestehen eingesetzt hat.

Ebenfalls in Eigenverantwortung des Vorstandes des Clubkombinat Hamburg e.V. wurde der Negativpreis “Die zerbrochene Gitarre” vergeben. Dieses Jahr ging die Himbeere an die Investorengesellschaft AC Immobilieninvestment. In seiner Begründung (veröffentlicht auf www.clubkombinat.de) verweist der Clubverband unter anderem darauf, dass die Ablehnung des Kaufangebots des Gewerbehofes in der Bernstorffstraße durch die bestehende Hofgemeinschaft nach Meinung des Clubkombinats einen besonderen Fall von Profitgier der Investoren darstelle.

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