STADTKULTUR HAMBURG: Nachhaltigkeitsleitbild für die Geschäftsstelle

Im Rahmen der Zukunftsinitiative unterstützt STADTKULTUR HAMBURG seine Mitglieder in der nachhaltigen Transformation. Aber wie sieht es für den Dachverband mit der Umsetzung der „Ökologischen Standards für die Soziokultur“ aus? Hier sorgt das neu entwickelte Nachhaltigkeitsleitbild für das Geschäftsstellen-Büro für Orientierung. Und für alle, die ein eigenes Nachhaltigkeitsleitbild erstellen möchten, gibt es auch gleich eine Praxishilfe dazu.

Screenshot des neuen Nachhaltigkeitsleitbildes für die STADTKULTUR-Geschäftsstelle | Bild: STADTKULTUR

Nachhaltigkeit geht uns alle an und ist auch dem Team von STADTKULTUR HAMBURG schon lange ein zentrales Anliegen. Trotzdem gibt es natürlich auch hier die typischen Herausforderungen, Nachhaltigkeitsaspekte aus praktischen, zeitlichen oder anderen Gründen hintanzustellen. Mit Fiona Schuller hat STADTKULTUR seit Juni 2025 eine Nachhaltigkeitsreferentin, die nicht nur die Mitgliedseinrichtungen bei der nachhaltigen Transformation begleitet, sondern auch in der Geschäftsstelle Einsatz zeigt. Um den einzelnen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit eine Orientierung zu geben, hat Fiona Schuller gemeinsam mit dem Team ein Nachhaltigkeitsleitbild entwickelt, das sich in folgende Bereiche gliedert:

  • Einleitung: Selbstverständnis unserer Arbeit und ihren grundsätzlichen Bezug zur Nachhaltigkeit.
  • Definition: Ein gemeinsames Verständnis davon, was wir im Team unter „Nachhaltigkeit“ verstehen und woran wir uns orientieren wollen.
  • Vision: Ein Blick in die Zukunft, verknüpft mit der Frage, wo wir in fünf Jahren stehen wollen.
  • Leitsätze: Acht Leitsätze, welche unsere Werte widerspiegeln und unser Handeln leiten sollen.

Zusammengefasst bedeutet das, dass Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil der Arbeit von STADTKULTUR HAMBURG ist. Dabei betrachtet der Dachverband das Thema ganzheitlich – ökologisch, sozial und ökonomisch – und im Bewusstsein, dass der Wandel ein Prozess ist, der nicht immer linear verläuft.

Praxishilfe: Ein eigenes Nachhaltigkeitsleitbild erstellen

Ein Nachhaltigkeitsleitbild zu erstellen, hilft, den eigenen Zielen einen Rahmen zu geben. Aber wie geht man so etwas am besten an? Was hilft, sind Beispiele und Erfahrungsberichte von anderen. Deshalb teilt STADTKULTUR HAMBURG sein Know-how und macht den eigenen Prozess transparent.

Hinterfragen und Grundsätze finden: Es geht darum, sich als Team zu fragen, warum man sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen will und welche Werte dabei wichtig sind. Man sollte eventuell vorhandene Grundsätze hinterfragen und prüfen, ob sie noch aktuell sind. Zu Beginn stellt man sich beispielsweise folgende Fragen: Was bedeutet Nachhaltigkeit? Welche Werte sind besonders wichtig? Warum sollte man sich als Einrichtung mit Nachhaltigkeit beschäftigen? Wie sieht eine nachhaltige STADTKULTUR-Geschäftsstelle in fünf Jahren aus?

Das gesamte Team mit einbeziehen: Ein Leitbild ist nur dann hilfreich, wenn es auch von allen gelebt und verstanden wird. Der grundlegende Schritt, um das zu erreichen, ist, möglichst alle Perspektiven einzubeziehen und ernst zu nehmen. Wenn nicht alle Personen am Prozess teilnehmen können, achtet man darauf, dass zumindest aus jedem Arbeitsbereich mindestens eine Stimme vertreten ist. So kann etwas entstehen, mit dem sich das gesamte Team identifizieren kann.

Es gibt verschiedene Wege: Ein Extra-Workshop, eine thematische Teamsitzung, wiederkehrende Häppchen oder Umfragen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Nachhaltigkeitsverständnis auseinanderzusetzen. Man nutzt das Format, das am besten zu den eigenen Kapazitäten passt. Es können beispielsweise mehrere Schritte sein: angefangen mit einer digitalen Umfrage, in der sich alle zu einem passenden Zeitpunkt allein mit den oben genannten Fragen auseinandersetzen können. Aus den Antworten werden in Absprache mit der Geschäftsführung Schwerpunkte und ein erster Textvorschlag erstellt. In einem Team-Meeting setzt man sich mit diesem Vorschlag auseinander und sammelt Feedback und Verbesserungsvorschläge. Durch die Einarbeitung dieser Punkte entsteht so die aktuelle Version des Nachhaltigkeitsleitbildes.

Euer Leitbild, eure Form: Kurz oder lang, Text oder Grafik, was am Ende des Prozesses herauskommt, ist individuell. Es kann zum Beispiel die Erweiterung eines bereits bestehenden Leitbilds um einen Satz zu Nachhaltigkeit sein. Vielleicht ist es auch eine Mindmap oder ein ausführlicherer Text mit verschiedenen Bausteinen. Wichtig ist, dass man als Team damit arbeiten kann und die eigenen Gedanken und Grundsätze festgehalten hat.

Nichts ist für immer: Einmal erstellt, ist das Nachhaltigkeitsleitbild natürlich nicht in Stein gemeißelt. Gegebenheiten und Teams verändern sich, und es ist wichtig, sich immer wieder – zum Beispiel einmal im Jahr – damit auseinanderzusetzen, es kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Hilfe und Beratung für Mitglieder in Sachen Nachhaltigkeit

Wenn ihr als Mitglied auch ein Leitbild für die Nachhaltigkeit in eurem Hause oder eurem Projekt erstellen wollt und dafür noch Hilfe oder eine Beratung braucht, bucht dafür einen Beratungstermin bei unserer Nachhaltigkeitsexpertin Fiona Schuller.

Für Mitglieder

Nachhaltigkeitsberatung für Mitglieder

Mitglieder von STADTKULTUR HAMBURG können sich bei unserer Nachhaltigkeitsreferentin Fiona Schuller zu Nachhaltigkeitsthemen beraten lassen. Dafür bietet sie am Nachhaltigkeits-Dienstag freie Termine an.

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