In diesem Jahr wird die Ottenser MOTTE 50 Jahre alt. Neben einem bunten Jubiläumsprogramm gibt es eine besondere Kooperation: Das Altonaer Museum zeigt die Ausstellung „MOTTENSEN. 50 Jahre Kultur- und Sozialarbeit im Stadtteil.“

Mitte der 1970er Jahre im damaligen Arbeiterviertel „Mottenburg“ gegründet, entstand mit der MOTTE eines der ersten selbstverwalteten Stadtteilzentren Deutschlands. Der Stadtteil Ottensen war zu dieser Zeit ein Ort im Umbruch: Industriebrachen, unsanierte Häuser und vielfältige Lebensentwürfe prägten das Bild. In dieser Atmosphäre des Wandels schufen engagierte Bewohnerinnen und Bewohner einen Raum für Kultur, soziale Arbeit und Begegnung.
Die Ausstellung im Altonaer Museum zeichnet den Weg von drei Generationen der MOTTE durch die vergangenen 50 Jahre nach und zeigt, wie sie sich als konstanter Ort der Möglichkeiten behauptet hat – ein Haus, das immer wieder auf gesellschaftliche Veränderungen und die Bedürfnisse des Stadtteils reagierte. Auch heute und in Zukunft möchte sich die MOTTE weiter öffnen, als niedrigschwelliger Dialogort wirken und zur Stärkung der Demokratie beitragen. Die MOTTE ist dabei immer das geworden, was die Menschen aus ihr gemacht haben: ein lebendiger Ort, an dem alle einen Platz finden können, zum künstlerischen oder handwerklichen Arbeiten in Werkstätten, zum Erleben von Kultur, für Gemeinschaft oder Unterstützung.
Kurartiert wurde die Ausstellung vom Mareike Franke, die in der MOTTE seit 2020 die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Begleitend zur Ausstellung werden während der Laufzeit verschiedene Führungen, Stadtteilrundgänge und eine DIY-Werkstatt angeboten.
Die Ausstellung ist vom 15. April bis zum 31. Juli 2026 im Altonaer Museum (Museumstraße 23, 22765 Hamburg) zu den üblichen Öffnungszeiten zu besuchen. Tickets sind für 8,50 Euro über das Museum erhältlich.
Vernetzung vor Ort durch die Stadtteilkultur
Die Stadtteilkultur bringt Partner*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Zivilgesellschaft zusammen und vernetzt vor Ort: So werden Dialoge im Stadtteil gefördert, belastbare Partnerstrukturen etabliert und Kooperationen umgesetzt. Und auch der Zusammenhalt im Stadtteil gefördert.
