Neue Rundgänge am Bismarck-Denkmal starten

Ab 1. März 2026 werden zwei neue Rundgänge am Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark zur kritischen Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte und Erinnerungskultur angeboten.

Es sind zwei BIPoC-Personen zu sehen, die eine Hebefigur bilden. Die untere Person steht mit dem Rücken zum Betrachter. Die gehobene Person hält sich die rechte Hand vor die Stirn, die linke Hand hinter den Kopf. Die Personen tragen rot, gold, schwarze Gewänder. Die Personen sind vor dem Bismarck-Denkmal und grünen Bäumen positioniert.
Tanzintervention DECOLONYCITIES Windhuk-Hamburg (2022) mit Uarije West und Justina Nashipolo Andreas von yolanda gutiérrez & projects | Foto: munimum_art

Am Bismarck-Denkmal Hamburg starten zwei neue dialogische Führungsformate, die Geschichte, koloniales Erbe und aktuelle Debatten miteinander verknüpfen. Neun freie Kulturvermittler*innen bieten Rundgänge an, die unterschiedliche Perspektiven aus Kunstgeschichte, Restaurierung und Gedenkstättenpädagogik einbringen.

Der Rundgang „Geschichte und Perspektiven“ beleuchtet Entstehung, Gestaltung und politische Umdeutungen des 1906 eingeweihten Monuments. Diskutiert werden auch die Kontroversen der vergangenen Jahre und die Frage, welche Rolle das Denkmal heute in einer diversen Stadtgesellschaft spielen kann. Das Format lädt ausdrücklich zum Austausch ein.

„Koloniale Schatten – Das Bismarck-Denkmal im postkolonialen Blick“ rückt die deutsche Kolonialpolitik und Hamburgs Rolle als Kolonialmetropole in den Fokus. Thematisiert werden Verflechtungen von Handel, Mission und Gewalt ebenso wie antikoloniale Widerstände und aktuelle Initiativen.

Ergänzt werden die Rundgänge durch mehrsprachige Informationstafeln, die seit 2025 vor Ort über koloniale Bezüge, NS-Nutzung und wandelnde Deutungen informieren. Die 90- bis 120-minütigen Führungen richten sich an Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene. Die Angebote sind über den Museumsdienst Hamburg buchbar.

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Auf: www.hamburg.de

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