Das Programm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ des Bundesverbandes Soziokultur und der Robert Bosch Stiftung zeigt, wie gemeinsames Handeln vor Ort gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann.

Immer mehr Menschen fühlen sich von politischen Prozessen nicht angesprochen. Das Programm setzt hier an: Es fördert Projekte, die Demokratie im Alltag erfahrbar machen. Ziel ist es, Menschen dort zusammenzubringen, wo sie sich ohnehin aufhalten – etwa in Nachbarschaftstreffs, Sportstätten oder Cafés – und sie zum Austausch sowie zur gemeinsamen Gestaltung anzuregen.
Im Zentrum steht die Idee, sogenannte Allzeitorte als niedrigschwellige Begegnungsräume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und gemeinsames Handeln entsteht. Kooperationen aus Soziokultur, politischer Bildung und lokalen Einrichtungen entwickeln dafür partizipative Formate, die auf die Bedürfnisse vor Ort reagieren. Statt fertiger Lösungen geht es um gemeinsames Ausprobieren, Zuhören und Gestalten mit dem Ziel, langfristig eine lebendige Dialogkultur zu etablieren.
Eine begleitende Publikation fasst die Ergebnisse der Evaluation des Programms zusammen und hebt das innovative Potenzial des Programms hervor, Alltagsorte als Resonanzräume für demokratische Prozesse zu nutzen. Gleichzeitig zeigt sie Herausforderungen auf, etwa durch begrenzte Laufzeiten und Ressourcen.
Das Förderprogramm läuft: Neue Projekte können sich bis 17. Mai 2026 über die Webseite des Bundesverbands Soziokultur bewerben und so weitere Allzeitorte für Dialog und Gemeinschaft entwickeln.
