Nach knapp 15 Jahren gemeinnütziger Stiftungsarbeit zieht die Clubstiftung Hamburg Bilanz. Dabei steht nicht das Feiern, sondern die kritische Reflexion im Mittelpunkt. Um zum Stiftungsjubiläum auf die Lage der Hamburger Clubszene zu blicken und auch die eigene Rolle zu reflektieren, lädt die Clubstiftung am 9. April 2026 alle Interessierten in den Molotow Musikclub ein.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 hat sich die Stiftung zu einem unverzichtbaren Rettungsanker entwickelt. Als Förderin, Vermittlerin und Krisenmanagerin begleitet sie seither die Herausforderungen eines sich stetig wandelnden Nachtlebens. Neben der anfänglichen Darlehensvergabe haben im Laufe der Zeit immer mehr Fördermodelle für private Hamburger Musikclubs das Hilfsangebot der Stiftung erweitert. Nie waren die Fördermöglichkeiten so vielfältig wie heute und trotzdem befindet sich die Clubkultur in einer Krise: Explodierende Mieten, Gentrifizierung und der Verlust von Freiräumen setzen die Spielstätten unter Druck.
Mit der Veranstaltung möchte die Clubstiftung Impulse für die Zukunft setzen und den Dialog über den Erhalt kultureller Freiräume in der Stadt weiter vorantreiben. Denn klar ist: Eine lebendige Clubkultur ist nur möglich, wenn wir die Räume dafür erhalten. Auf dem Podium – moderiert von Birgit Reuther alias Biggy Pop – diskutiert Stiftungsvorstand Heiko Langanke gemeinsam mit Gästen aus den Bereichen Stadtentwicklung und Clubkultur:
- Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft
- Christoph Twickel, Journalist und Autor
- Prof. Dr. Hanna Göbel, HafenCity Universität Hamburg
- Luna Twiesselmann, Betreiberin des Fundbureaus
Die Veranstaltung findet am 9. April 2026 um 19.30 Uhr im Molotow (Reeperbahn 136, 20359 Hamburg) statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
