Partizipation ist in aller Munde. Und wird überall praktiziert. Doch was macht eigentlich gelungene Partizipation aus? Das stadtkultur magazin fragt in seiner März-Ausgabe nach den Kriterien und Qualitätsmerkmalen partizipativer Praxis und Prozesse in der Stadtteilkultur. Das stadtkultur magazin Nr. 34 wird Anfang März versendet, alle Artikel des Schwerpunktes stehen aber schon jetzt im Internet zur Verfügung.

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Partizipation bezeichnet einen Prozess, bei dem sich ein Subjekt aktiv in soziale, kulturelle, ökonomische und politische Gestaltungsprozesse einmischt. Für die Kultur sind dabei zum einen die Beteiligung direkt im künstlerischen Prozess, zum anderen die politische Partizipation mittels künstlerischer und kultureller Ausdrucksformen zu unterscheiden. Das stadtkultur magazin sucht nach Projekten in der Stadtteilkultur mit ernstgemeinter und gelungener Partizipationspraxis – entweder im künstlerischer Prozess oder als politische Beteiligung mit Mitteln der Kultur.

Prof. Dr. Max Fuchs reflektierte auf der Fachtagung „Illusion Partizipation – Zukunft Partizipation“ im November letzten Jahres relevante Punkte zur Erörterung von Theorie, Konzeption und Geschichte des Partizipationsbegriffs. Das stadtkultur magazin veröffentlicht diesen Vortrag als Einleitung ins Thema in gekürzter Form. Die stellvertretende Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Kirsten Witt fasst die Ergebnisse dieser Tagung zusammen und formuliert zehn Thesen zur Partizipation in der Kulturellen Bildung.

Dr. Sibylle Peters vom Forschungstheater im FUNDUS THEATER erläutert ihr Verständnis von Partizipation beim Forschen mit Kindern. Die PlanBude setzt einen innovativen, vorgeschalteten, breitgefächerten Beteiligungsprozess im Stadtteil für die Neubebauung des so genannten Esso-Häuser-Areals am Spielbudenplatz um. „Mitdenken – Mitgestalten – Mitentscheiden“ – das ist ebenso ein Versprechen wie eine Selbstverpflichtung des Bürgerhauses Wilhelmsburg, das Partizipation zu einem Grundpfeiler des Bürgerhaus-Konzeptes erklärt hat. Das Projekt Grünanteil der MOTTE lädt institutionsübergreifend Akteure der Stadtnatur, des Urban Gardening und der Umweltbildung ein, ihre Ideen und Projekte sichtbar zu machen – mit Hilfe einer Partizipationsplattform. Und schon seit über zehn Jahren verfolgt die MOTTE mit ihren auditiven Projekten partizipative Ansätze in der Medienarbeit mit und von Kindern und Jugendlichen. Das Bürgerhaus in Barmbek erläutert an einer kleinen Mitmachaktion verschiedene Aspekte gelungener Partizipation. Das Goldbekhaus hat zwei neue Partizipations-Projekte auf den Weg gebracht: Das Inklusions-Projekt „All Inclusive“ und das Raum-Öffnungs-Projekt „Freiräume schaffen“. Das Hamburger Puppentheater berichtet von seinen partizipativen Projekten in Hamburger Flüchtlingsunterkünften.

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