Am 16. April 2019 wird in der Halle 424 im Oberhafen zum sechzehnten Mal der HAMBURGER STADTTEILKULTURPREIS verliehen. Mit dem Preis werden wegweisende Projekte und Programme der Lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Dieses Jahr wird das Theaterprojekt „Jenkitos – Junges Theater Jenfeld“ der Freien Kulturinitiative der Quadriga mit dem größten Preis der Hamburger Stadtteilkultur ausgezeichnet.
Die Jenkitos auf der Bühne, Foto: Dörte Ebermann
Die Jenkitos auf der Bühne, Foto: Dörte Ebermann

Seit 10 Jahren bietet die Freie Kulturinitiative mit den Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in dem mit vielen Problemen kämpfenden Stadtteil Jenfeld an. In jeder Spielzeit entstehen bis zu drei Theaterproduktionen mit rund 50 Akteur*innen im Alter von neun bis 19 Jahren. Die Stücke entwickeln die Gruppenmitglieder selbst, gemeinsam mit erfahrenen Theaterpädagoginnen. Der Name Jenkitos ist ein Kunstwort aus „Moskito“ und „Jenfeld“: Moskitos gibt es überall, und genauso international ist auch das Junge Theater Jenfeld. Und wie Moskitos sollen die Stücke hier und da „piksen“ – kritisch, unbequem und anspruchsvoll sein.

Der mit 12.000 Euro dotierte Hamburger Stadtteilkulturpreis wird am Dienstag, den 16. April 2019 um 17 Uhr vom Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda in der Halle 424 im Oberhafen, Stockmeyerstraße 43, in feierlichem Rahmen übergeben. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Daniel Kaiser, Leiter der Kulturredaktion von NDR 90,3.

Neben den Jenkitos wurden folgende Projekte und Programme als Beispiele herausragender Stadtteilkulturarbeit in Hamburg als Finalisten nominiert:

  • Das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur
  • Das Programm „Alle im Quartier“ des Goldbekhauses
  • Die Kunstkurse „Farbmäuse und kleine Künstler“ der LichtwarkSchule gUG
  • Das Jugendfestival „Formation**NOW“ des Lukulule e.V.
  • Das Literaturprojekt „Grenzen überschreiben“ des Bramfelder Kulturladens
  • Der „KIKU Leseclub“ des Kinderkulturhauses Lohbrügge
  • Die „Kulturtage Süderelbe“ vom Kulturhaus Süderelbe
  • Die Initiative „Nachbarschaftsgespräche“ des HausDrei
  • Das Programm „Das Stiftviertel: Ein Quartier macht Kultur“ des Kulturladen St. Georg

Von Anfang November 2018 bis Anfang Januar 2019 konnten sich freie Träger der Kulturarbeit und Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Eine unabhängige Jury – bestehend aus Ellen Ahbe von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf und Hella Schwemer-Martienßen von der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen – ermittelte den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter.

Preisstifter und Unterstützer des Hamburger Stadtteilkulturpreises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Die Hamburger Stadtteilkultur und ihre Projekte stehen für Teilhabe der Bürger*innen und Mitgestaltung der Stadtgesellschaft. Stadtteilkultur fördert Nachwuchs und Bildungsgerechtigkeit. Stadtteilkultur bietet Freiräume und schafft lokale Identitäten. Stadtteilkultur berührt und be-geistert, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist. Sie spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unserer Stadt.

STADTKULTUR HAMBURG