Das Gängeviertel lädt zu Feierlichkeiten anlässlich des 10. Geburtstags vom 22. bis 25. August 2019 ein. Ganz besonders freut sich die Initiative darüber, dieses Jahr gleich mehrere Gründe zum Feiern zu haben.

Das 10-jährige Jubiläum des Gängeviertels

Am 22. August 2009 ist das Viertel in die Gänge gekommen und luden zu einem Hoffest, bei dem sich im Laufe des Nachmittags eine Tür nach der anderen öffnete und eine Ausstellung mit mehr als 200 Künstler*innen ihren Anfang nahm. Es fühlt sich an, als hätte dieses Fest bis heute kein Ende gefunden. Trotz diverser Unstimmigkeiten und manchmal auch zäher Verhandlungen wurde im Gängeviertel bis heute für eine Stadt der Möglichkeiten gekämpft und ein wichtiges stadtgeschichtliches Denkmal erhalten.

Erbbaurechtsvertrages über 75 Jahre

Das Gängeviertel ist für mindestens 75 Jahre gesichert und die 2010 gegründete Gängeviertel Genossenschaft 2010 eG hat am 9. August mit dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg einen Erbbaurechtsvertrag unterzeichnet. Somit sind die Flächen und Gebäude des Areals endlich langfristig dem Markt entzogen und vor Privatisierung sowie wechselnden politischen Konjunkturen geschützt.

Die Fortsetzung der Sanierung und die Rettung der Häuser

Nun kann auch der Planungsstopp aufgehoben werden und die Sanierung kann fortgeführt werden. Den Anfang macht das Gängeviertel mit dem Haus in der Speckstraße und in Planung geht die wundervolle Schier’s Passage. Das integrierte Entwicklungskonzept wird bis zu Jahresende aktualisiert.

Die Genossenschaft und viele neue Kulturgenoss*innen

Für die Genossenschaft bedeutet dies, dass die Selbstverwaltung langfristig gesichert ist und dass sie die Verantwortung für die Häuser übernehmen kann. Damit sich hier auch in Zukunft Menschen mit wenig Einkommen ausprobieren können, hier wohnen und arbeiten und vor allem Angebote für Gäste aus aller Welt schaffen können, kann jeder und jede in diese Zukunft als Kulturgenoss*in investieren. Das Gängeviertel versteht sich als öffentlicher Ort für alle und das wird zum Geburtstag wieder mehr als sichtbar werden.

Das vielseitige Programm für zigtausend Menschen

Nach wie vor ist der Verein Gängeviertel e.V. bis auf wenige Ausnahmen ein Großbetrieb der Freiwilligkeit. Ohne das enorme Engagement so vieler Menschen, die hier ehrenamtlich tätig sind, wäre es nicht möglich, so viele Veranstaltungen umzusetzen, so zahlreichen Formaten Raum zu geben und allen Menschen von jung bis alt, unabhängig von Herkunft, Bildungsstand und Geldbeutel einen niedrigschwelligen Zugang zu unseren Angeboten zu verschaffen. Das „Zahl, was es dir wert ist“-Prinzip gilt bis zum heutigen Tage und soll auch in Zukunft niemanden ausgrenzen.

Das alles feiert das Gängeviertel mit einem viertägigen Geburtstagsprogramm – mit diversen Ausstellungen, Theater, Konzerten und vielen weiteren Überraschungen wird es wieder ein unvergessliches Fest. Das Gängeviertel freut sich auf Bands wie Neonschwarz, Gladbek Citybombing, die Estrellas di Carla und auf viele weitere Musiker*innen. Zwar sind die historisch, performativen Rundgänge der Künstlergruppe LIGNA bereits ausgebucht, aber es wird zur Geschichte der Gängeviertel eine Ausstellung im Museum Vor-Gänge gezeigt und kleine Führungen im Viertel werden angeboten. Zu den Diskussionsveranstaltungen „Vom Recht auf Stadt zur Stadt der Vielen“ und „Sisterhood. Soziokulturelle Zentren in Europa“ wurden Gäste wie u.a. Amelie Deufelhardt sowie Freund*innen aus Christiania, dem Rog in Lubljana und dem ADM aus Amsterdam eingeladen. Unterstützt werden die Feierlichkeiten von der Behörde für Kultur und Medien und dem Bezirk Mitte.

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Auf: www.das-gaengeviertel.info

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