Dan Thy Nguyen ist freier Kulturschaffender und Mitarbeiter im Stadtteilkulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus. Die Digitalisierung der Arbeit stresst ihn nicht. Wohl aber die Frage, wie sich in Corona-Zeiten zukünftige Veranstaltungen planen lassen.

Dan Thy Nguyen vor Ausstellung im Eidelstedter Bürgerhaus, Foto: Ann Eckert

Die Coronakrise verändert radikal die Arbeit der Hamburger Stadtteilkultur, ihre finanziellen Grundlagen und ihre Zukunftsperspektiven. Der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG hat daher eine Serie gestartet, in der Akteure der Hamburger Stadtteilkultur aufschreiben, was sie derzeit bewegt, was sie lernen, was sie hoffen, was sie planen, wie sie sich neu strukturieren und wie sie über die Runden kommen. Heute erzählt Dan Thy Nguyen, wie er als Veranstalter mit der Situation umgeht:

Das Merkwürdige an der Zeit ist, dass die Welt seit COVID-19 so zu arbeiten beginnt, wie ich schon seit fast zehn Jahren gearbeitet habe. Als ein BPoC-Künstler, der lange Zeit seines Lebens von Institutionen kaum wahrgenommen wurde, hatte ich schon lange Internetkunst gemacht und einen Großteil meiner Besprechungen über Videokonferenzen organisiert. Videos, Dokumentationen, Essays und Hörspiele – dies alles funktionierte schon vor Corona online. Was aber noch vor sechs bis sieben Wochen von Institutionen belächelt, teilweise als Nichtkunst bezeichnet wurde, ist Teil einer schrägen Form der normalen und alltäglichen Arbeit von vielen geworden. Wenn plötzlich alle digital arbeiten, wird diese Beschäftigung schrecklich absurd und langweilig.

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