Mit der neuen Sachlichkeit dokumentierten Autor*innen der Weimarer Republik den Zeitgeist zwischen Nachkriegsaufbruch, Weltwirtschaftskrise und Aufstieg des Faschismus. Das war oft heiterer als angenommen. Im Bürgerzentrum in Meiendorf werden sie in einem lebendigen und kurzweiligen Programm vorgestellt.

Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Wolfgang Bremer trägt kurze Texte von den bekanntesten Autor*innen der Weimarer Republik vor, unter anderem von Kurt Tucholsky, Hans Fallada, Erich Mühsam oder Joachim Ringelnatz. Zusätzlich lässt Bremer weitere Künstler*innen fiktiv bei einem Poetry/Book-Slam auf die Bühne treten und bietet spannende Informationen. So entsteht ein Abend, über dem die beklemmende Frage schwebt: „Stehen wir heute wieder kurz vor einem neuen 1933?“. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz.
Der Abend auf der Bühne ist emotional, informativ und inspirierend – eine Mischung aus literarischer Lesung, historischer Mahnung und anschaulicher Darstellung. Es richtet sich an alle, die Poetry-Slams mögen, sich für Demokratiegeschichte, Literatur der 1920er und 30er Jahre und kreative Vermittlungsformen interessieren.
Die Veranstaltung findet am 19. Februar 2026 von 19 bis 20.30 Uhr im BiM statt. Der Eintritt ist kostenfrei; um Spenden wird gebeten.
Auf: www.bim-hamburg.de
Kultur direkt vor Ort im Stadtteil
Die Hamburger Stadtteilkultur bietet Kultur vor Ort in den Hamburger Stadtteilen – von Allermöhe über Steilshoop bis Winterhude – und nicht nur zentral in den angesagten Teilen der Stadt. Sie geht dabei auf die Bedarfe vor Ort ein und thematisiert, bespielt und inszeniert mit ihren Aktivitäten das Quartier. Dadurch stärkt sie die Identifikation mit dem Stadtteil, erhöht die Lebensqualität und beteiligt die Bewohner*innen aktiv an der Entwicklung ihres Viertels.
