Mit „Pralinés der Partizipation“ und „Eclairs der Erkenntnis“: Der Demokratie-Methoden-Workshop von STADTKULTUR

Seit vergangenem Jahr arbeiten Mitgliedseinrichtungen von STADTKULTUR HAMBURG im Rahmen der Zukunftsinitiative an „Formaten für die Demokratie“, die nicht nur theoretisch erdacht, sondern auch praktisch im Stadtteil erprobt werden sollen. Um den Prozess begleitend zu unterstützen, fand nun ein besonderer Methoden-Workshop in Kooperation mit den Kulturagent*innen statt.

Julia von den Kulturagent*innen sammelt Stadtteilthemen im Goldfischglas | Bild: Miguel Ferraz

Ruhe herrscht hier eher selten: Im Saal des B*Treffs in Altona-Nord sitzen knapp zwei Dutzend Stadtteilexpertinnen und schweigen. Aus der Ferne dringen Klavierklänge aus einem benachbarten Raum, sonst herrscht absolute Stille, bis nach fünf Minuten ein Zeichen ertönt, um die kurze Meditation zu beenden. Das ist nur eine der vielen Methoden, die beim „Meet & Eat“ vorgestellt werden, das von STADTKULTUR HAMBURG und den Kulturagent*innen im Rahmen der „Formate für die Demokratie“ organisiert wurde.

Johanna Benz begleitete den Workshop mit Graphic Recording | Bild: Johanna Benz

Die Kulturagent*innen begleiten Hamburger Schulen dabei, ein eigenständiges kulturelles Profil zu entwickeln. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Kultur und Sozialem, ähnlich wie die Soziokultur. Gemeinsam mit STADTKULTUR wollen sie an diesem Tag „Formate für die Demokratie“ unterstützen, die im Rahmen der Zukunftsinitiative des Dachverbandes im weiteren Verlauf des Jahres final entwickelt werden.

Da die beteiligten Mitgliedseinrichtungen sich einen regelmäßigen Austausch und die verstärkte Vernetzung über den eigenen Stadtteil hinaus gewünscht haben, kooperiert STADTKULTUR an diesem Tag mit den Kulturagent*innen am umfangreichen Methodenbuffet: Dort warten nicht nur kleine Snacks von Bulgursalat bis Cannoli; es stehen auch unterhaltsame Austauschformate über individuelle Stärken, Herausforderungen im Stadtteil und schlagende Argumente auf der Tageskarte.

Schnell finden sich die Teilnehmenden in Kleingruppen zusammen. Nach kurzen Kennenlernrunden werden methodische Lösungsansätze für Herausforderungen in der eigenen Arbeit oder im Wirkungsfeld des Stadtteils erarbeitet. Zwischendurch bringen die Tischgruppen mit Gemüsesaft-Shots einen Toast auf Wirksamkeit und Verbundenheit aus oder werfen Tennisbälle als schlagende Argumente für die Demokratie auf einen Pappaufsteller.

Beim Methodenbuffet warten demokratiestärkende Leckereien | Bild: Miguel Ferraz

Der Methoden-Workshop vermittelt viele Ansätze, um neue und intuitive Perspektiven auf die herausfordernde und teils frustrierende Demokratiearbeit unserer Zeit zu gewinnen. Am Ende wartet die kreative Zusammenfassung der Ergebnisse durch Johanna Benz als Graphic Recorder und Moritz Etorena als Poetic Recorder. Und für die Teilnehmenden gibt es am Buffet noch „Pralinés der Partizipation“ und „Eclairs der Erkenntnis“ für den Weg nach Hause und als Stärkung für den weiteren Prozess.

Die Zukunftsinitiative von STADTKULTUR HAMBURG

Das Projekt „Formate für die Demokratie“ ist Teil der Zukunftsinitiative von STADTKULTUR HAMBURG statt. Die Zukunftsinitiative von STADTKULTUR HAMBURG ist ein strategischer Transformationsprozess, der die Hamburger Stadtteilkultur in den Bereichen Demokratiestärkung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zukunftsfähig weiterentwickeln soll. Mit gezielten Impulsen, Beratung und Qualifizierung begleitet der Dachverband seine Mitglieder auf dem Weg in eine lebendige, demokratische Zukunft.

Für Mitglieder

Formate für die Demokratie

Im Projekt „Formate für die Demokratie“ entwickeln Mitgliedseinrichtungen von STADTKULTUR HAMBURG neue, nachhaltige und übertragbare Formate zur Demokratieförderung. Mitglieder des Dachverbandes können sich auch noch im laufenden Projekt daran beteiligen, indem sie sich an unsere Projektleitung Sylvia Linneberg wenden.

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