Was ist das Besondere an Kultureller Bildung in der Stadtteilkultur? Diese Frage stellte STADTKULTUR HAMBURG sich und seinen Mitgliedern. Die Antworten liefern zehn Best-Practice-Projekte, die in der Dezember-Ausgabe des stadtkultur magazins präsentiert werden.

Das interkulturelle und internationale Projekt „Sound in the Silence“ der MOTTE zeigt neue Wege auf, wie mit künstlerischen Formaten Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen gelingen kann. Jugendliche aus Deutschland und Polen setzten sich zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern mit der nicht unproblematischen deutsch-polnischen Geschichte in Neuengamme und Borne Sulinowo auseinander.
Das Projekt „zeitAlter – global lernen & lokal handeln“ der W3 beweist, dass auch ältere Menschen sich gern kulturell bilden. Im Projekt werden mit kulturellen Mitteln Fortbildungen zu entwicklungspolitischen Themen angeboten und Möglichkeiten des freiwilligen Engagements in der Eine-Welt-Arbeit aufgezeigt.
Das Projekt „Klangstrolche“ des Kultur Palastes Hamburg hat das Ziel, jedem Kind musikalische Früherziehung in Billstedt und in ganz Hamburg anzubieten, und baut dafür ein lokales Netzwerk von „Strolchereien“ auf.
Das Kinderkulturhaus Lohbrügge, das vom LOLA Kulturzentrum initiiert wurde, legt seinen Schwerpunkt auf Sprachförderung in Verbindung mit Theater, Musik, Tanz oder anderen literarischen Ausdrucksformen.
Im kulturellen Bildungsformat „Schukula.de – Schule und Kultur vernetzt“ hat sich das Goldbekhaus in diesem Jahr mit dem Thema des Kirchentages – Mangel und Überfluss – auseinandergesetzt und das Projekt „Tischlein deck dich“ in Kooperation mit mehreren Kultureinrichtungen und Schulen umgesetzt.
Die Ohrlotsen der MOTTE lotsen seit 2009 die Aufmerksamkeit auf das Hören. Nun geht diese kreative Bildungsarbeit mit dem neuen Modellprojekt „Hört mal – Hamburg!“ ins fünfte Jahr.
Das Sasel-Haus zeigt, dass klassische Kammermusik nicht nur etwas für Eliten sein muss, wenn die Inhalte richtig vermittelt und aufbereitet werden.
Das Zirkusprojekt ABRAX KADABRAX, das auf dem Gelände des neuen Bürgerhaus Bornheide beheimatet ist, veranstaltet am Osdorfer Born und in Lurup Zirkuswochen und Halbjahreskurse im außerunterrichtlichen Bereich, in denen Kinder und Jugendliche Zirkustechniken erlernen und in einer Zirkusshow präsentieren.
Aus der intensiven Beschäftigung mit den Themen Inter- und Transkulturalität ist in der Zinnschmelze das Projekt „Kulturbrillen – oder: Was hat mich geprägt?“ hervorgegangen. Im Projekt wird die eigene kulturell geprägte Sicht auf die Welt mit künstlerischen Mitteln hinterfragt.
Das Medienzentrum der GWA St. Pauli initiiert und begleitet generationsübergreifend informelle kulturelle Lernprozesse in der Nachbarschaft und will in Zukunft eine mediale Kommunikationskultur im Stadtteil entwickeln.

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