Gemeinschaftsfonds: Hamburger Spielräume für Kinder, Jugendliche und Familien (laufend)

Viele Kinder und Jugendliche sind durch die Corona-Krise sehr stark belastet. Auch erste Studien dazu, wie junge Menschen die Corona-Krise und die notwendigen Maßnahmen des „physical distancing“ erlebt haben, weisen darauf hin. Deshalb stellen die Stiftungen des Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume“ nun für die zweite Förderrunde erneut Fördermittel in der Höhe von 175.000 Euro zur Verfügung.

In den Sommerferien sind viele Hamburger Familien zu Hause geblieben. Durch Kurzarbeit und steigende Arbeitslosigkeit können sich noch weniger Familien als sonst eine Urlaubsreise leisten, was sich auch in den kommenden Herbstferien nicht ändern wird. Viele Ferienfreizeiten wurden aufgrund der Hygienebedingungen tatsächlich abgesagt. Nachdem nun die Schule wieder begonnen hat, schwingt die Sorge um eine sogenannte „zweite Welle“ und eine damit möglicherweise verbundene erneute Schulschließung. Sorgen und Ängste begleiten Kinder und Jugendliche, nehmen ihnen die Spontaneität und Leichtigkeit, die in dieser Lebensphase so wichtig sind.

Die Stiftungen des Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume“ – die BürgerStiftung Hamburg, die Ehlerding Stiftung, die Homann-Stiftung, die Kurt und Maria Dohle Stiftung, die Klaus und Lore Rating Stiftung, die Rudolf Augstein Stiftung und eine Hamburger Familienstiftung – sehen sich weiterhin in der Verantwortung, einen Beitrag dazu zu leisten, jungen Menschen in Hamburg Freiräume zu eröffnen, die Platz für das Miteinander im Kreise Gleichaltriger und positive Impulse durch freies Spiel bieten.

Die erste Auflage des Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume“ war ein großer Erfolg. Innerhalb von acht Wochen wurden 81 Anträge gesichtet: Für 53 Projekte wurden insgesamt 110.000 Euro bewilligt.

Deshalb haben sich die beteiligten Stiftungen entschlossen, den Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume“ mit neuen Mitteln auszustatten. So wollen sie die Einrichtungen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg stärken, damit diese in den kommenden Ferien sowie an Nachmittagen und Wochenenden während der Schulzeit verstärkt Angebote in den Bereichen Freizeit, Bildung, Bewegung oder kreatives Spiel machen können. Solche Angebote der Alltagsbildung geben wichtige Impulse für die Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung, sie regen zur Verantwortungsübernahme an und leisten einen wichtigen Beitrag zur Resilienz in schwierigen Zeiten.

Gemeinsam stellen die Stiftungen hierfür 175.000 Euro bereit. Beantragt werden können Honorar- und Sachmittel für außerschulische Angebote insbesondere für benachteiligte Zielgruppen.

Förderstart für die zweite Runde ist der 1. Oktober 2020.

Was wird gefördert?

Förderberechtigt sind gemeinnützige Einrichtungen/Träger der außerschulischen Kinder-/Jugend- und Familienarbeit, Stadtteilkulturzentren, Bürgerhäuser, Bauspielplätze, Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit, Träger der Umweltbildung und alle gemeinnützigen Organisationen, die mit ihren Angeboten benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Familien mit kleinen Kindern in Hamburg erreichen. Insbesondere kleinere, von bürgerschaftlichem Engagement getragene Organisationen sind im Fokus der Stiftungen.

Jegliche Art von Freizeitaktivitäten in kleinen Gruppen oder auch als Familie – Spiel-, Bewegungs-, Kultur- und Kreativangebote, Ausflüge, Museumsbesuche, Gärtnern, Angebote der politischen Bildung u.v.m. – können beantragt werden, aber auch Frühstücks- oder Mittagstische. Insbesondere Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur erscheinen den Förderern besonders notwendig. Digitale Angebote sind nur insoweit förderbar, als sie mit persönlichen Begegnungen und Ausflügen in Verbindung stehen.

Kompensatorische Bildungsangebote, die zum Aufholen schulischer Defizite während der Ferienzeit dienen, sind insoweit förderfähig, als es gelingt, wichtige Inhalte aus schulischen Lehrplänen mit Formaten non-formalen Lernens zu verbinden.

zur Antragstellung

Auf: www.buergerstiftung-hamburg.de