Kulturinstitutionen warnen vor nationalistisch ausgerichteter Kulturpolitik in Sachsen-Anhalt

Die Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren in Sachsen-Anhalt (LASSA) e.V. hat gemeinsam mit zahlreichen Kulturinstitutionen des Landes eine Erklärung veröffentlicht. Anlass ist die Ankündigung der AfD Sachsen-Anhalt, im Falle einer Regierungsbeteiligung eine „patriotische Wende“ in der Kulturpolitik einzuleiten. Die Unterzeichnenden warnen vor einer ideologischen Vereinnahmung von Kunst, Erinnerung und kultureller Bildung.

Das von der AfD vorgelegte „Regierungsprogramm“ deutet Kultur als Instrument nationaler Identitätsbildung. Es stellt die Freiheit der Kunst, die Offenheit kultureller Institutionen und die demokratisch verankerte Erinnerungskultur in Frage. Die LASSA und ihre Partner betonen dagegen: Kultur ist ein offener, pluraler Raum. Sie lebt von Vielfalt, Teilhabe und kritischem Diskurs, nicht von politischer Steuerung.

Sachsen-Anhalt ist ein Land mit reichem kulturellem Erbe, das von Aufklärung, Toleranz und künstlerischer Erneuerung geprägt ist. Diese Grundlagen gilt es zu schützen. Eine nationalistisch ausgerichtete Kulturpolitik gefährdet nicht nur die Freiheit der Kunst, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Kultur des Landes.

Die LASSA und die unterzeichnenden Institutionen fordern: „Kulturpolitik muss die Freiheit der Kunst wahren, Vielfalt fördern und demokratische Werte stärken, anstatt sie politisch zu vereinnahmen.“

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Auf: www.soziokultur.de

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