Neuer Liegeplatz für das Kulturschiff MS Stubnitz am Baakenhöft

Next Station Baakenhöft/Baakenhafen: So benennt das Kulturschiff MS Stubnitz das Ergebnis der Suche nach einem neuen Liegeplatz, die nun mit Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien ein vorläufiges Ende hat.

zweigeteiltes Bild: Links eine Aufnahme der MS Stubnitz am Liegeplatz in der Hafencity mit einem eingezeichneten Pfeil zum neuen Liegeplatz weiter oben. Rechts eine Landkarte, auf der das Schiff stilisiert ebenfalls mit Pfeil zum neuen Liegeplatz markiert ist
Nur wenige hundert Meter weiter: der neue Liegeplatz für die Stubnitz | Bild: MS Stubnitz

Das denkmalgeschützte Kultur- und Musikschiff MS Stubnitz bezieht im Herbst einen neuen Liegeplatz am Baakenhöft in der HafenCity. Da der Vertrag für den aktuellen Standort an den Elbbrücken Ende 2026 nach zehn Jahren ausläuft, hatten sich verschiedene städtische Akteur*innen gemeinsam mit den Betreiber*innen um den Verbleib in Hamburg bemüht. Kulturbehörde, HafenCity Hamburg GmbH, Cruise Gate Hamburg GmbH und Hamburg Port Authority (HPA) haben sich nun zusammen mit den Betreiber*innen der MS Stubnitz auf einen neuen Liegeplatz am Cruise Center Baakenhöft geeinigt. Der ehemalige Hochseetrawler der DDR-Fischereiflotte soll bis zum möglichen Baubeginn für die neue Oper, die auf dem Baakenhöft entstehen soll, dort liegen können – mindestens bis zum ersten Quartal 2028.

Ab Anfang Oktober 2026 kann die MS Stubnitz am Kreuzfahrtterminal am temporären Cruise Center Baakenhöft festmachen. Zuvor wird dort noch ein Kreuzfahrtschiff seine Fahrt beginnen. Für die noch verbleibenden Anläufe konnte in enger Abstimmung aller Beteiligten eine kooperative Lösung gefunden werden. Den überwiegenden Teil des Kreuzfahrtbetriebs hat die Cruise Gate Hamburg an das im vergangenen Frühjahr in Betrieb genommene Cruise Center HafenCity im Westfield Hamburg-Überseequartier verlagert. Damit wird der Weg für die MS Stubnitz frei, die ihren Standort nun nur wenige hundert Meter nach Westen verlagert.

„Die MS Stubnitz ist ein sehr besonderer Kulturort, der seinesgleichen in Deutschland und vielleicht in ganz Europa sucht. Den Betreibern ist es gelungen, dass sich die Stubnitz als fester Bestandteil der Hamburger Livemusik- und Kulturszene etabliert hat. Wir wollen dieses einzigartige Kulturschiff auch künftig in Hamburg erhalten und ich bin froh, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten nun eine neue Perspektive für die MS Stubnitz gefunden wurde. Mit dem gleichen Geist wollen wir auch einen dauerhaften Liegeplatz für die Stubnitz finden. So werden wir prüfen, ob mit dem geplanten Neubau der Oper auf dem Baakenhöft und den neuen Freiflächen hier auch ein langfristiger Liegeplatz für die Stubnitz und so ein sehr besonderer Ort der vielfältigen Kultur in Hamburg entstehen kann.“
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien

Das 1964 in Stralsund als Kühl- und Transportschiff erbaute Schiff hat sich seit 1992 zu einem gemeinnützigen Ort für alternative Musik- und Kultur entwickelt. Die MS Stubnitz wurde mehrfach für ihr kulturelles Programm ausgezeichnet. Seit 2013 liegt sie an verschiedenen Standorten in der Hamburger HafenCity, darunter von Ende 2013 bis Anfang 2014 auch am Cruise Center Baakenhöft. Der Liegeplatz stand jedoch bisher aufgrund der regelmäßigen Schiffsanläufe nicht längerfristig zur Verfügung.

„Wir freuen uns, und sind dankbar, dass der Suchprozess die Stubnitz für die Zukunft zu sichern, bei aller Langwierigkeit und technischer Herausforderung mit allen Beteiligten so konstruktiv verlief. Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht und eine weitere, mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut angebundene Zwischenlösung – eventuell sogar mit echter Perspektive – gefunden: Next Station Baakenhöft/Baakenhafen.“
Stubnitz Crew

Jetzt kann das Schiff mindestens bis zur Entscheidung über den Neubau der Oper im ersten Quartal 2028 und die dann beginnenden Bauarbeiten am Liegeplatz am Baakenhöft bleiben. Ob es im Anschluss an die Bauarbeiten möglicherweise dort einen dauerhaften Liegeplatz finden kann, wird in den Planungsprozess einbezogen werden.

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Auf: www.stubnitz.com

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