Die Corona-Krise verdeutlichte für die Bürgerhäuser ein Problem, das auch vorher schon da war: Ihnen fehlt eine Lobbyvertretung, weil sie zum Zuständigkeitsbereich der Finanzbehörde gehören und nicht zu dem der Kulturbehörde. Die Vorständin des Bürgerhauses Wilhelmsburg Katja Scheer wünscht sich, endlich die jahrzehntelange Gegenüberstellung von Stadtteilkulturzentren und den Bürgerhäusern aufzubrechen und dass der Dachverband endlich mit einer Stimme für alle Einrichtungen sprechen kann.

Alles dicht: Das Bürgerhaus in Zeiten von Corona, Foto: Katja Scheer

Die Coronakrise verändert radikal die Arbeit der Hamburger Stadtteilkultur, ihre finanziellen Grundlagen und ihre Zukunftsperspektiven. In der Serie OUT-OF-OFFICE des Dachverbandes STADTKULTUR HAMBURG stellt Katja Scheer ein Grunddilemma der Hamburger Bürgerhäuser vor.

Die Herausforderungen der Corona-Krise sind für die Akteur*innen der Bürgerhäuser und Stadtteilkulturzentren ähnlich und das macht sie ein bisschen erträglicher – finde ich.

Habe ich aber anfangs noch geglaubt, dass wir in diesem Zustand alle immer den gleichen Status haben, weil alles ähnlich neu und gleichermaßen vage ist, schlich sich im Verlauf der Krise bei mir aber eine Erkenntnis ein, die mich eigentlich gar nicht hätte überraschen dürfen: Wir hinken als Bürgerhaus immer einen Schritt hinterher.

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