Seit Sommer 2025 führt STADTKULTUR HAMBURG gemeinsam mit Mitgliedseinrichtungen das Projekt „Ökologische Standards für die Hamburger Stadtteilkultur“ (ÖkoStaS) durch. In dessen Rahmen hat Franziska Mohaupt vom Bundesverband Soziokultur den Hamburger Landesverband besucht, um in einem Mitglieder-Workshop Methoden der Organisationsentwicklung und des Change-Managements vorzustellen.

Nachhaltigkeit in der eigenen Organisation zu verankern, geht immer mit der Veränderung von Strukturen und Prozessen einher. Aufgabenfelder ändern sich, Rollen und Zuständigkeiten müssen angepasst werden. Neue, nachhaltig wirkende Routinen müssen eingeübt werden. Aber wie geht man diese Veränderungen in der eigenen Organisation eigentlich genau an? Ausgehend von dem Wunsch der ÖkoStaS-Runde, sich mehr mit den Themen Change-Management und Organisationsentwicklung zu beschäftigen, hat STADTKULTUR-Nachhaltigkeitsreferentin Fiona Schuller Franziska Mohaupt vom Bundesverband Soziokultur zu einem Workshop eingeladen.
Als Referentin für Nachhaltigkeit und Organisationsentwicklung beim Bundesverband Soziokultur leitete Franziska das Projekt „Ökologische Standards für die Soziokultur“ aus dem das Orientierungs-Tool für ökologisches Handeln entstanden ist. Um den Auftrag, Nachhaltigkeit zu etablieren mit konkretem Handeln zu verknüpfen, stellte Franziska im Workshop bei STADTKULTUR Hilfsmittel für interne Organisationsprozesse vor, wie das 8-Stufen-Modell für Veränderungsmanagement nach J. Kotter.
Schnell wurde den Teilnehmenden dabei klar, dass es die konsequentere Verschriftlichung von Zielen und Strategien braucht, um die Thematik im Team und in der Einrichtung anschließend kommunizieren und verankern zu können. Franziska machte aber auch klar, dass es sich lohnt, früh andere im Team für die Sache zu gewinnen, denn „Ihr seid nicht die Person, die das allein macht“. Denn Nachhaltigkeit lässt sich am besten gemeinsam umsetzen. Fiona Schuller bekräftigte diese Einschätzung und empfahl: „Informieren, Prozesse ermöglichen, die anderen befähigen.“ Es wurde zudem unterstrichen, dass Veränderungsprozesse in kleinere Schritte unterteilt und wiederholtes Durchlaufen einzelner Phasen einkalkuliert werden sollten.

In anschließenden Zweier-Gesprächen tauschten sich die Anwesenden über den Stand ihrer jeweiligen Nachhaltigkeitsprozesse aus. Hierbei zeigte sich, dass ähnliche Hindernisse den Fortschritt oft zu bremsen scheinen. Franziska Mohaupt ordnete dies als normalen Teil des Veränderungsprozesses ein: „Wenn es hakt, dann hakt es erst mal.“ Sie riet dazu, neben der Anwendung des Kotter-Modells auch einen Schritt zurückzugehen und Widerstände als Indikatoren für notwendige Energie im Prozess zu begreifen. Ob diese Widerstände auf persönlichen Bedürfnissen oder fachlich berechtigten Argumenten basieren – ein offener Dialog ist in jedem Fall wertvoll.
Neben der Vermittlung konkreter Inhalte stand beim Workshop aber auch der gewohnte Austausch bei Kaffee, Tee und Franzbrötchen sowie die gegenseitige Vernetzung im Mittelpunkt. Zu erkennen, wo eine andere Einrichtung steht, wie dort mit Herausforderungen und Hindernissen umgegangen wird, unterstützt auch den Prozess in der eigenen Einrichtung.
Wer als Mitglied des Dachverbandes Interesse an mehr Informationen, Fragen oder Anliegen im Bereich Nachhaltigkeit hat, kann sich an Fiona Schuller als STADTKULTUR-Referentin für Nachhaltigkeit wenden oder direkt eine Beratung am Nachhaltigkeitsdienstag buchen.
Für Mitglieder
Nachhaltigkeitsberatung für Mitglieder
Mitglieder von STADTKULTUR HAMBURG können sich bei unserer Nachhaltigkeitsreferentin Fiona Schuller zu Nachhaltigkeitsthemen beraten lassen. Dafür bietet sie am Nachhaltigkeits-Dienstag freie Termine an.
