Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen (bis 31.3.2022 bzw. 31.12.2022)

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen stellt bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, damit der Neustart der Kultur in diesem Sommer gelingt. Der Sonderfonds ist dadurch für Veranstalter*innen, Künstler*innen und für die gesamte Kreativszene eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Hilfen der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen.

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Veranstalter*innen von Kulturveranstaltungen können ab dem 15. Juni 2021 beim Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen Unterstützungshilfe über zwei Modulen beantragen: Über eine Wirtschaftlichkeitshilfe und über eine Ausfallabsicherung. Für beide Hilfen müssen Kulturveranstalter*innen sich vor der Veranstaltung registrieren.

Die Wirtschaftlichkeitshilfe

Hier können im Vorfeld Veranstaltungen angemeldet werden, die wegen Corona mit einem kleineren Publikum stattfinden müssen (mindestens um 20 % reduziert) – die Erlöse aus dem tatsächlichen Ticketverkauf können so unter Umständen verdoppelt, bei nur 25 % möglicher Kapazität sogar verdreifacht werden.

Beispiel: Für eine Veranstaltung am 1. Juli verkauft ein*e Veranstalter*in 400 Tickets, zu je 50 Euro. Die Corona-bedingte Kapazitätsgrenze beträgt 500 Personen (normalerweise wären 1.500 möglich). Die Wirtschaftlichkeitshilfe würde dann 20.000 Euro betragen (entspricht einer Verdopplung der Ticketeinnahmen: 400 × 50 Euro), sofern die Förderhöchstgrenze nicht erreicht wird.
Wann die Förderhöchstgrenze erreicht ist, hängt von den Kosten der Veranstaltung ab. Angenommen die Kosten der beschriebenen Veranstaltung betragen lediglich 30.000 Euro, so würde sich die Förderhöchstgrenze auf 13.000 Euro belaufen: Die veranstaltungsbezogenen Kosten von 30.000 Euro zuzüglich einer Durchführungspauschale in Höhe von 10 Prozent beliefen sich auf 33.000 Euro. Aus dem Ticketverkauf wurden 20.000 Euro erzielt. Die Finanzierungslücke beträgt also 13.000 Euro, was die maximale Förderung darstellt.

Die Registrierung von Veranstaltungen für die Wirtschaftlichkeitshilfe ist ab dem 15. Juni 2021 möglich. Registrierte Veranstaltungen müssen für den Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2021 (bei bis zu 500 möglichen Teilnehmer*innen) bzw. dem 1. August 2021 (bei bis zu 2.000 möglichen Teilnehmer*innen) und dem 31. März 2022 geplant sein. Es gibt eine Höchstsumme von 100.000 Euro und eine Bagatellgrenze von 1.000 Euro pro Veranstaltung. Um die Bagatellgrenze zu umgehen, können kleinere Veranstaltungen zusammengefasst werden. Man kann einzelne Veranstaltungen registrieren oder gesammelt für einen Monat oder ein Quartal.

Wenn die Veranstaltung registriert ist, kann man sehr sicher damit rechnen, das Geld auch zu erhalten, auch wenn aus Gründen der Bürokratievereinfachung kein Bescheid erstellt wird. Das Geld wird ab dem Zeitpunkt der Registrierung für die Veranstaltung reserviert. Nach dem angegeben Veranstaltungsdatum muss innerhalb von acht Wochen abgerechnet werden, sonst wird die Registrierung gelöscht.

Die Ausfallhilfe

Hier handelt es sich um eine Art Versicherung, mit der ab dem 1. September 2021 geplante Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Teilnehmenden abgesichert werden können, die dann gegebenenfalls durch erneute Verschärfungen nicht stattfinden können. Die Absage muss im Zusammenhang mit Corona stehen (Vorschriften, Einreisebeschränkung, Infektionen etc.). Erstattet werden 80 % der tatsächlichen Verluste, max. 8 Mio. Euro. Erst bei tatsächlichem Erstattungsfall muss ein*e Steuerberater*in hinzugezogen werden. Die Ausfallhilfe kann nicht von Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft beantragt werden – die Wirtschaftlichkeitshilfe schon.

Die Registrierung von Veranstaltungen für die Ausfallabsicherung ist ab dem 15. Juni 2021 möglich. Registrierte Veranstaltungen müssen für den Zeitraum zwischen dem 1. September 2021 und dem 31. Dezember 2022 geplant sein.

Registrierung für die Sonderfonds des Bundes

Die Registrierung für beide Hilfen erfolgt recht unkompliziert und intuitiv über die Online-Plattform www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de.

Hier können Veranstalter*innen auch FAQs finden, die viele Fragen klären. Darüber hinaus gibt es eine Hotline. Die Plattform wird von der Hamburger Kulturbehörde betrieben.

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Auf: www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de