Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 in Altona und St. Pauli

„100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ ist das diesjährige Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die vom 16. bis 29. März 2026 auch in Altona und St. Pauli unter Beteiligung zahlreicher Initiativen, Vereine und Kultureinrichtungen stattfinden. Beim vielfältigen Programm sind u.a. B*Treff, GWA St. Pauli, Bürgerhaus Bornheide, Lichtwark-Forum Lurup, Bücherhalle Altona und HausDrei dabei.

Mit Diskussionen, Filmen, Workshops, Theater und Lesungen setzen sie ein Zeichen für Solidarität und Vielfalt. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Erinnerung und die Frage, wie ein solidarisches Zusammenleben in einer divers geprägten Stadtgesellschaft gestärkt werden kann.

Den Auftakt bildet der Tresenschnack „Zu Polizei und Rassismus – für wen soll St. Pauli sicher sein?“ im Stadtteilzentrum Kölibri. Im B*Treff Altona-Nord geht es im Workshop „Wie gehen wir mit rechten Parolen um?“ um Strategien gegen Rechtspopulismus im Alltag. Das WillkommensKulturHaus Ottensen lädt mit „Ein Theater zum Leben“ zu interaktiven Methoden gegen Diskriminierung ein, während das LURUM in Kooperation mit dem kohero-Magazin den Workshop „Migration in den Medien“ in der Mediathek der Stadtteilschule Lurup veranstaltet und dabei den kritischen Umgang mit medialen Narrativen, Fake News und KI stärkt.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Erinnerung an rassistische Gewalt: Der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ im B*Treff Altona-Nord wird von einem Podiumsgespräch begleitet. Die Ausstellung „Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU“ im Altonaer Museum erinnert an die Opfer des NSU-Terrors, darunter Süleyman Taşköprü aus Hamburg-Altona. In der Bücherhalle Altona informieren Initiativen wie Omas gegen Rechts, Aufstehen gegen Rassismus, das Internationale Auschwitz-Komitee, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Vernetzt gegen Rechts über zivilgesellschaftliches Engagement.

Im HausDrei wird „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ gezeigt. Im anschließenden Gespräch diskutieren Regisseur Maik Lüdemann und der Seenotretter Felix Seidel über Alternativen zu einer Politik der Ausgrenzung. Literatur und Begegnung ergänzen das Programm: Gloria Boateng spricht im Bürgerhaus Bornheide über ihr Buch „Allein in Gyaamani“, begleitet von Musik und gemeinsamem Essen. Im WillkommensKulturHaus Ottensen findet ein offener Abend mit Musik und Tanz statt, und das Fest „Spring of Solidarity“ im Stadtteilhaus Lurup setzt mit Lesung, Ausstellung und Live-Musik ein Zeichen für Zusammenhalt.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei bzw. gegen Spende zugänglich.

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Auf: www.haus-drei.de

Stadtteilkultur stellt sich gegen Diskriminierung und Rassismus

Stadtteilkultur stärkt die demokratischen Werte und den sozialen Zusammenhalt, weil sie nah an den Menschen ist und sie beteiligt. Sie ist generationsoffen, milieuübergreifend und inklusiv und versucht, alle im Stadtteil mitzunehmen. Die Stadtteilkultur stellt sich dabei gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus gegenüber Jüd*innen, Sinti*zze und Rom*nja, People of Color und Schwarzen Menschen, Muslim*innen, Menschen mit Migrationsgeschichte und geflüchteten Menschen.

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