STADTKULTUR fordert: Teilhabe in den Stadtteilen in Zeiten von Corona

Gerade Menschen, die zuvor bereits strukturell benachteiligt waren, leiden am meisten unter den Folgen und Einschränkungen der Pandemie. Sie brauchen am dringendsten wieder umfassenden Zugang zu den Angeboten in den Stadtteilen. Die Einrichtungen, Projekte und Initiativen der Hamburger Stadtteilkultur ermöglichen mit ihren niedrigschwelligen Angeboten den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten einen Zugang zu Kultur und Bildung und fördern die demokratische Teilhabe in den Quartieren. Bei möglichen Lockerungsschritten sollten deshalb Stadtteilkultur und Bürgerhäuser dringend zuvorderst berücksichtigt werden, fordert STADTKULTUR HAMBURG in seinem neuen Positionspapier.

Seit Beginn der Pandemie hat es in keiner der Einrichtungen einen Corona Ausbruch gegeben, obwohl viele Häuser, Initiativen und Projekte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben weiterhin geöffnet waren. Dies zeigt: Die Hygienekonzepte funktionieren und die Vorgehensweisen sind der jeweiligen Situation angemessen. Bei möglichen Lockerungsschritten sollten deshalb Stadtteilkultur und Bürgerhäuser dringend zuvorderst berücksichtigt werden.

Die Positionen des Dachverbands STADTKULTUR HAMBURG:

  • Kulturelle Bildung muss wieder möglich sein
  • Zugang sicher und pragmatisch organisieren
  • Einrichtungen stärken und wirtschaftliche Risiken minimieren
  • Nach Überwindung der Pandemie Veränderungschancen nutzen

Auch wenn es zeitweise schwerfällt, angesichts von schwankenden Inzidenzen, komplizierten Maßnahmen und wirtschaftlichen Sorgen die Hoffnung nicht zu verlieren, blicken wir doch mit Zuversicht in die Zukunft. Wir hoffen, dass es im Sommer wieder möglich sein wird, Kultur gemeinsam zu gestalten und zu genießen. Wir begrüßen daher die jüngsten Überlegungen der Behörde für Kultur und Medien für einen Hamburger Kultursommer. Wir wünschen uns (die Förderung für) eine große Feier der Kultur im öffentlichen Raum, die die Kraft und Wirkungsmacht der Kultur zeigt und ein Fanal ist für den Aufbruch in eine weiterentwickelte, vielfältige und offene Gesellschaft, die aus den Erfahrungen der Krise gelernt hat.

Ausführliches Positionspapier lesen (PDF)

Auf: www.stadtkultur-hh.de